US-Wahl 2016
Trump deutet erneut Gewalt gegen Clinton an

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump in der Öffentlichkeit den Eindruck erweckt, dass seine Rivalin mit Gewalt rechnen muss. Selbst im eigenen Lager stoßen die Aussagen des Präsidentschaftskandidaten auf Kritik.

MiamiDer republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat erneut mit Andeutungen über Gewalttaten gegen seine Gegenkandidatin Hillary Clinton für Aufsehen gesorgt. Bei einem Wahlkampfauftritt in Miami forderte Trump die Personenschützer von Clinton mit Blick auf deren Eintreten für strengere Waffengesetze auf, sich zu entwaffnen. „Ich denke, ihre Leibwächter sollten alle Waffen niederlegen“, sagte der Immobilienmilliardär vor jubelndem Publikum. „Ich denke, sie sollten sich entwaffnen. Sofort“, fügte er hinzu. „Was denkt ihr? Ja? Nehmt ihre Waffen weg. Sie will keine Waffen. Nehmt sie. Lasst uns sehen, was mit ihr passiert. Nehmt ihre Waffen weg. Okay, es wird sehr gefährlich sein.“

Auch im republikanischen Lager stießen die Äußerungen auf Kritik. „Der Secret Service sollte diese Drohung untersuchen“, twitterte der Politikberater Stuart Stevens, der 2012 den Republikaner Mitt Romney als Präsidentschaftskandidat beraten hat.

Bereits im vergangenen Monat hatte Trump mit zweideutigen Äußerungen eine Welle der Kritik auf sich gezogen, wonach Clinton möglicherweise nur durch Waffenbesitzer zu stoppen sein könnte. Bereits damals hatte der Secret Service, der für den Schutz der Kandidaten zuständig ist, entgegen der Gepflogenheiten Stellung zu den Äußerungen bezogen und erklärt, er sei sich des Kommentars bewusst. Es habe mehr als ein Gespräch mit der Wahlkampfmannschaft Trumps wegen der Bemerkung gegeben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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