US-Wahl 2016
Und wenn Clinton aufgeben müsste, was dann?

Zunächst war es die Hitze, nun eine Lungenentzündung: Hillary Clinton ist angeschlagen. Zwar noch nicht politisch, aber Donald Trump kommt das gelegen. Sie kann seine Fragen zu ihrer Fitness nun nicht mehr wegwischen.
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White Plains/WashingtonTrotz Lungenentzündung will Hillary Clinton nach eigenen Angaben schon in ein paar Tagen wieder in den US-Wahlkampf einsteigen. Ihr gehe es nach ihrem jüngsten Schwächeanfall in New York besser, sagte die demokratische Präsidentschaftskandidatin dem TV-Sender CNN. Die Kritik an ihrem Umgang mit ihrer Erkrankung, von der sie bereits am Freitag wusste, konterte sie mit den Worten: „Ich dachte einfach nicht, dass dies so eine große Sache sein würde.“

Clinton räumte ein, den ärztlichen Rat ignoriert zu haben, sich fünf Tage lang auszukurieren. Sie habe gedacht, dass sie „einfach weitermachen und durchpowern könnte und das hat dann nicht so gut geklappt“, bekannte sie im Interview. In einer SMS-Nachricht und einem Facebook-Post teilte sie ihren Unterstützern später mit, dass sie darauf brenne, wieder Wahlkampf zu machen. So gehe es jedem, der sich krankheitsbedingt von der Arbeit pausieren müsse. Die 68-Jährige kündigte außerdem an, weitere Informationen über ihren Gesundheitszustand zu liefern.

Über Wochen hat Hillary Clinton Fragen zu ihrem Gesundheitszustand von der Hand gewiesen. Verschwörungstheorien, abgedrehte Angaben in einer „alternativen Realität“ ihres politischen Gegners Donald Trump seien das, hieß es aus ihrem Wahlkampfteam. Und jetzt das.

Clintons abrupter Abgang von einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 wirft ebendiese Fragen auf, die Trump im Wahlkampf immer wieder ohne jegliche Begründung gestellt hat. Ist sie fit genug? Wie sehr haben Jahrzehnte in der US-Politik am Gesundheitszustand der 68-Jährigen genagt? Ein Video, das die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten sichtlich geschwächt und gestützt von mehreren Helfern zeigt, macht Fragen zu ihrer körperlichen Fitness nun unumgänglich.

Nach einer Lungenentzündung ist die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton eigenen Worten zufolge zwar wieder wohlauf. „Ich fühle mich sehr viel besser“, sagte Clinton am Montagabend in einem Interview des Senders CNN. Sie hätte schon früher eine Ruhepause einlegen sollen, eine entsprechende ärztliche Empfehlung habe sie jedoch ignoriert. Nun halte sie sich nun an den Rat ihrer Ärztin und ruhe sich aus. In ein paar Tagen werde sie allerdings schon wieder Wahlkampf machen, kündigte Clinton an. Doch ob das die Debatte beendet?

Clinton erklärte, sie habe sich bei der New Yorker Gedenkfeier zum 15. Jahrestag der Anschläge vom 11. September am Sonntag schwindelig gefühlt und kurzzeitig das Gleichgewicht verloren. Bewusstlos sei sie aber nicht gewesen. Auf Vorwürfe, sie habe ihre Erkrankung verschwiegen und nicht transparent gehandelt, entgegnete sie: „Ich habe nicht geglaubt, dass es eine große Sache ist.“

Öffentlichkeit und US-Medien waren da teils anderer Meinung. In amerikanischen Supermärkten begegnet einem die Postille „National Enquirer“ an jeder Kasse, auf dem Titel das leichenblass zurechtgebastelte Foto einer vermeintlich vom Tode gezeichneten Clinton. Das erklärt, auf welch fruchtbarem Boden dieses Gesundheitsthema in den USA verfängt. Der Titel: „Hillary: Noch sechs Monate zu leben.“

Kommentare zu " US-Wahl 2016: Und wenn Clinton aufgeben müsste, was dann?"

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  • Antwort auf Ihren Beitrag "Macht Macht krank?" (http://www.handelsblatt.com/politik/international/angeschlagene-politiker-macht-macht-krank/14537848.html):

    Ja. Unter dem auf ihm lastenden, absolut übermenschlichen (und seitens der Bürger schon unverschämten) Erwartungsdruck kann jeder Politiker, der noch gewisse Ansprüche hinsichtlich Anstand und Moral an sich hat nur heulend zusammenbrechen.

    Wird Zeit für ein neues Politiksystem, das die Verantwortung auf die Bürger überträgt.

    Heute ginge das.

  • Gar nicht so schlecht mit dem Aufgeben. Dann kann Trump in aller Ruhe seinen Ideen nachkommen.
    Das dabei Kollateralschäden entstehen, ist eben hinzunehmen.
    Als erstes kann er dann ja Nordkorea einäschern, die wiederum als letztes den Süden mitnehmen. Worauf China dann den Rest in Asien besetzt und plattmacht, zwischendurch von Japan angegriffen wird, während Herr Putin die Verwirrung nutzt und ins Baltikum und Polen inkl. allen Rest-Osteuropa Staaten einmaschiert, mit der Begründung, das war schon immer so, während die EU beratschlagt, ob man ihm sein Missfallen ausdrücken soll.
    Währenddessen kann Trump dann entsprechend der Anzahl von Süd - und Mittelamerikanischen Städten eine neue Anzahl von Sternen auf dem Sternenbanner in Auftrag geben und Indien und Pakistan auffordern endlich mal ihren Konflikt wie Männer auszutragen..
    So ist jedem geholfen. Die eine Hälfte der Welt steht in Flammen, mit der anderen verbinden einen freundschaftliche Gefühle.
    Das hat schon was.....

  • Ein lächerlicher Artikel der nur noch von den noch lächerlicheren Kommentaren (Wendy, M. Müller) übertroffen wird. Jeder wird mal krank, im HB macht man gleich mal 4 Seiten über die Eignung von Hillary Clinton daraus. Immernoch Sommerloch?!
    Und wenn ich dann in den Kommentare lese, dass Trump als Helsbringer für die westliche Welt und Deutschland gefeiert wird... uuaaahhh erst vor 2 Wochen hat der Typ Deutschland als schlechtes Vorbild tituliert. Wenn es besagten Kommentatoren hier nicht passt, können sie doch gerne in die USA auswandern und es dann vom Tellerwäscher zum Millionär machen. Vorher empfehle ich noch "Der Preis der Ungleichheit" von J. Stiglitz zu lesen. Da wird vielleicht deutlich, dass in den USA keineswegs nur Honig fließt und dem "Tüchtigen" die Welt gehört...

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