US-Wahl 2016
US-Grüne beantragen Nachzählung in Wisconsin

Donald Trump bildet schon seine Regierung. Aber jetzt soll es eine Neuauszählung von Wahlstimmen geben, möglicherweise in drei US-Staaten mit knappem Resultat. Kann Hillary Clinton am Ende doch noch hoffen?
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WashingtonIm US-Staat Wisconsin werden nach der knappen Niederlage der Demokratin Hillary Clinton bei der Präsidentschaftswahl die Stimmen neu ausgezählt. Eine entsprechende Petition reichte die Grünen-Bewerberin Jill Stein am Freitag bei der zuständigen Wahlkommission ein. Sie will außerdem auch Neuauszählungen in Pennsylvania und Michigan beantragen.

Hätte Clinton bei der Wahl am 8. November in allen drei Staaten gewonnen, wäre sie und nicht ihr Gegner Donald Trump der Gesamtsieger geworden. Dass Stein die Neuauszählungen fordert und nicht Clinton selber, gilt aber als ein Hinweis darauf, dass sich die Ex-Außenministerin allenfalls eine minimale Chance ausrechnet, das Gesamtergebnis noch umzukehren. Trump ist bereits dabei, seine Regierung zusammenzustellen. Seine Vereidigung findet am 20. Januar statt.

Der Republikaner hatte in Wisconsin mit einem Vorsprung von etwa 27.000 Stimmen gewonnen und auch Pennsylvania knapp für sich entschieden. Er scheint außerdem auf einen Sieg in Michigan zuzusteuern, wo das Ergebnis erst am Montag offiziell feststehen wird.

Die Neuauszählung in Wisconsin muss bis zum 13. Dezember abgeschlossen sein. Will Stein auch entsprechende Anträge in den beiden anderen Staaten einreichen, muss sie das in Pennsylvania spätestens am Montag tun, in Michigan am Mittwoch. Dann laufen die Fristen ab.

Computer-Experten hatten darauf hingewiesen, dass die in Wisconsin benutzten Wahlautomaten anfällig für Hackerangriffe seien und deswegen in anderen Bundesstaaten, etwa Kalifornien, nicht benutzt werden dürfen. Die favorisierte Clinton hatte in Stimmbezirken, in denen Wahlmaschinen benutzt wurden, deutlich schlechter abgeschnitten als in Wahllokalen, wo auf handgeschriebene Stimmzettel gesetzt worden war.

Landesweit waren bei der Wahl am 8. November auf Clinton rund zwei Millionen mehr Stimmen entfallen als auf Trump. Die Vergabe der Wahlmänner erfolgt jedoch auf Basis der Bundesstaaten nach dem Winner-Takes-All-Prinzip: Hohe Siege zählen nicht mehr als knappe.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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