US-Wahl
Melania Trump zaubert Slowenien auf die Weltkarte

Das Geburtsland von Melania Trump – Slowenien – ist in Europa ein beliebtes Touristenziel. Doch nicht nur in den USA wird es gerne mit der Slowakei verwechselt. Seit Beginn des US-Wahlkampfes hat sich das geändert.

Ljubljana Als Melanija Knavs in den 80er Jahren mit wehendem Rock auf einer Vespa durch Ljubljana kurvte, war die slowenische Hauptstadt noch ein verschlafenes Nest. In den zwei Jahrzehnten, die seitdem vergangen sind, verließ sie ihr Heimatland, nannte sich Melania Knauss und heiratete den amerikanischen Immobilienentwickler Donald Trump. Und Ljubljana wurde zu einem pittoresken Hotspot für Touristen aus aller Welt.

Die Innenstadt wurde inzwischen für den Autoverkehr gesperrt, also könnte Mrs. Trump nicht mehr mit ihrem Roller zu ihrem Lieblingscafé fahren, ganz in der Nähe der Tromstrovje, der Dreifachbrücke über die Ljubljanica. Sie würde auch kaum die zahlreichen Altstadthäuser wiedererkennen, die seit ihrem letzten Besuch saniert wurden.

Überragt wird die Stadt von einer mittelalterlichen Burg auf einem Hügel nahe der Ljubljanica, die die Stadt durchfließt. Nachts wird die Festung hellgrün angestrahlt, in der traditionellen Farbe der Stadt. Während einer Flussfahrt wird spektakuläre Architektur sichtbar, in den Gassen treten Musiker und Artisten für die Passanten auf. Freitags erwacht das Flussufer zu besonderem Leben, wenn Köche unter freiem Himmel internationale Spezialitäten zubereiten.

Nach der Loslösung von Jugoslawien 1991 wurde Slowenien vor allem für Naturliebhaber als Reiseziel interessant. Das Land verfügt sowohl über einen Zugang zur Adria, als auch über Teile der Alpen. Ausländische Touristen, besonders, wenn sie nicht aus Europa stammen, verwechseln das Land allerdings gerne mit der Slowakei. Aber seit Donald Trump in das Rennen ums Weiße Haus einstieg, stehen mit ihm auch seine Ehefrau und mögliche First Lady sowie deren Heimatland im Rampenlicht.

„Man kann von Melania denken, was man will, aber sie hat Slowenien auf der Weltkarte sichtbar gemacht“, sagt Janez Bosnjak, der in Ljubljana lebt. Geboren wurde sie 1970 in der Industriestadt Sevnica, damals war Slowenien noch Teil des kommunistischen Jugoslawien. Ihrer offiziellen Biografie zufolge machte sie einen Abschluss in Architektur an der Universität von Ljubljana - was in den amerikanischen Medien angezweifelt wurde.

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Mehr Touristen als Einwohner

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