US-Wahl
Trump-Lager räumt Rückstand ein

Gut zwei Wochen bleiben Donald Trump, seine in Umfragen führende Rivalin einzuholen. Mit einem Plan für seine ersten Tage im Weißen Haus will er den Blick nach vorn lenken. Aber zugleich zieht er erneut vom Leder.
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Gettysburg/Los AngelesMit einem 100-Tage-Plan will der US-Republikaner Donald Trump bei einem Wahlsieg am 8. November sofort nach Amtsantritt einen radikalen Wandel einleiten. In einer Rede im historischen Gettysburg listete Trump Dutzende Vorhaben auf – von Neuverhandlungen über internationale Handelspakte bis zu einem Stopp der Einwanderung aus bestimmten Ländern.

Nach einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage im Auftrag des Senders ABC liegt Hillary Clinton inzwischen mit 12 Punkten vor Donald Trump: 50 Prozent derer, die überhaupt zur Wahl gehen, wollen ihr demnach die Stimme geben. Für Trump sprachen sich 38 Prozent der Befragten aus.

Trumps Wahlkampfteam räumte den Rückstand im Rennen um die Präsidentschaft ein. „Wir liegen zurück“, sagte Sprecherin Kellyanne Conway dem Sender NBC News am Sonntag. Clinton habe „gewaltige“ Vorteile, sagte sie: So machten ein früherer Präsident (ihr Mann Bill Clinton), der derzeitige Amtsinhaber Barack Obama, First Lady Michelle Obama und Vizepräsident Joe Biden Wahlkampf für sie - „alle sind viel populärer als sie es für sich selber erhoffen kann“.

Zudem habe Clinton in diesem Monat bereits 66 Millionen Dollar in Werbespots gesteckt, doppelt so viel wie im August, betonte Conway. Die meisten dieser Anzeigen seien negativ, auf „persönliche Zerstörung“ ausgerichtet - sie sprach von einer „Jauchegrube“.

Kandidat Trump hatte zuvor die Medien, seine demokratische Rivalin und das politische Establishment erneut beschuldigt, durch und durch korrupt zu sein. Demnach wollen ihm Clinton – die in den meisten Umfragen in Führung liegt – und die Medien durch die Verbreitung von erfundenen Geschichten die Wahl stehlen.

Jene Frauen, die ihm in den vergangenen Tagen der sexuelle Belästigung beschuldigt haben, will Trump nach der Wahl verklagen: „Sie alle haben gelogen, um meinem Wahlkampf zu schaden.“

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Pornodarstellerin beschuldigt Trump

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  • Ganz ohne Zweifel: Trumbo macht auch auf Europa Eindruck, wie man an vielen Kommentaren nicht nur hier erkennen kann.
    Indes, die auch hierzulande zu beobachtbare Ehrfurcht vor Trumbo, soll vermutlich Ehrfurcht vor Europas Trumbos einflössen: den Pegiden, den FPÖ'lern, Afd'lern etc pp, denen außer Politpöbeleien bislang auch nicht viel mehr einzufallen scheint als ihrem großen Vorbild Trumbo aus den US, dabei vergessen die hiesigen Hinterwäldler, dass es die USA wenigstens zu den Vereinigten Staaten gebracht haben - geht es nach unseren Dumbos in Europa soll es dazu in Europa garnicht erst kommen: Krieg spielen scheint soviel mehr Spaß zu bereiten...

  • Wenn man sich die Wahlprogramme der Kandidaten ansieht...

    Das Wahlprogramm der Fr. Clinton ist ziemlich links, destruktiv und bedeutet für Wirtschaft und Gesellschaft eine weitere verlorene Zeit. Den wenigsten US Amerikanern dürfte dieses Programm gefallen. Die Hauptherauforderung, zahlreiche Lobbies die die Gesellschaft blockieren, ein extrem teures Justizsystem mit glänzend verdienenden Anwälten, ein teures Gesundheitssystem, "Klimaschwindel", "Erneuerbare Energien" etc. werden noch verschärft. Amerikaner sprechen gerne von einer Zombiefizierung.

    Das Wahlprogramm von Trump enthält einige konstruktive Ansätze. Andererseits ist es bedauerlicherweise nicht konsistent und häufig nicht zum Ende gedacht. Es bestünde die Chance dass er das Zombiesystem aufbrechen kann.

    Eine extreme Kampagne aus (auch in den USA) überwiegend linken Medien unterstützt von Milliardenschweren "Think Tanks" stellt Trump als Teufel in Person dar. Die hiesigen Journalisten stehen dem in Nichts nach.

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