US-Wahlkampf
Buzzfeed will kein Werbegeld von Trump

Das beliebte US-Internetportal Buzzfeed kündigt aus Protest gegen Donald Trump einen lukrativen Werbevertrag mit den Republikanern. Trump verletze die Freiheitsrechte seiner Angestellten, so Unternehmenschef Peretti.

WashingtonAus Protest gegen die Politik von Donald Trump hat das populäre US-Internetportal Buzzfeed einen Werbevertrag mit dessen Republikanischer Partei gekündigt. Buzzfeed könne keine Werbeanzeigen für Trumps Präsidentschaftskandidatur veröffentlichen, weil Trump „die Freiheitsrechte unserer Angestellten in den USA und weltweit verletzt“, erklärte Unternehmenschef Jonah Peretti.

Als Beispiel nannte Peretti das von Trump vorgeschlagene Einreiseverbot für Muslime in die USA, das es „unseren Angestellten unmöglich machen würde, ihre Arbeit zu tun“. Buzzfeed verzichte nicht gerne auf Werbeeinnahmen, auf die es angewiesen sei, beteuerte Peretti. Es gebe aber Grenzen: „Wir machen keine Werbung für Zigaretten, weil sie unserem Wohlergehen schaden, und aus demselben Grund machen wir auch keine Werbung für Trump.“

Die Republikaner reagierten gelassen auf die Entscheidung. Ein Parteisprecher sagte in Washington, zwar seien Werbeflächen auf Buzzfeed reserviert worden; es habe aber ohnehin keine Pläne gegeben, tatsächlich Anzeigen zu schalten.

Seine Einnahmeverluste durch die Kündigung wollte Buzzfeed nicht beziffern. Die Konkurrenz-Webseite Politico schätzte die Einnahmeeinbußen auf 1,3 Millionen Dollar (1,15 Millionen Euro).

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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