US-Wahlkampf
E-Mail für Trump

Donald Trump wittert Morgenluft. Das Wiederauffrischen des E-Mail-Skandals um Hillary Clinton durch FBI-Chef Comey spielt dem Republikaner in die Karten. Trump greift frontal an – und Clinton ist fassungslos.

WashingtonDonald Trump trumpft auf, Hillary Clinton gerät unter Druck: Wenige Tage vor der US-Wahl wird die E-Mail-Affäre um die Demokratin zum beherrschenden Thema. Der Republikaner Trump holte zu den bisher wohl massivsten Angriffen gegen seine Rivalin aus. Clinton ihrerseits kritisierte den Chef der FBI-Bundespolizei James Comey: Er hatte den neuen E-Mail-Wirbel mit einem kurzen Brief ausgelöst, der keine näheren Erläuterungen enthielt. Clinton nannte das zusammen mit dem Zeitpunkt des Schreibens einen „bisher einmaligen“ und „besorgniserregenden Vorgang“.

Inwieweit er der Ex-Außenministerin im Wahlkampfendspurt schadet, war zunächst nicht absehbar. Nach Berechnungen des Senders CNN lag die Demokratin zuletzt in Umfragen durchschnittlich US-weit mit fünf Prozentpunkten vor Trump. Gewählt wird am 8. November.

Comey hatte am Freitag führende Kongressmitglieder in einem Schreiben darüber informiert, dass die Bundespolizei auf neue E-Mails aus der Zeit Clintons als Außenministerin gestoßen sei, die jetzt unter die Lupe genommen würden. Sie hatte damals einen privaten Server in ihrem Haus auch für dienstliche Korrespondenzen genutzt und das FBI hatte daraufhin bereits untersucht, ob strafrechtliche Konsequenzen angebracht seien. Die Ermittlungen endeten dann im vergangenen Sommer ohne Anklage.

Trump und seine Republikaner haben Clintons Verhalten im Wahlkampf immer wieder als Beweis dafür angeführt, dass sie nicht nur fahrlässig, sondern verlogen sei. Sie stelle ihre eigenen Macht- und Geldinteressen über das Wohl der Nation und habe alles getan, um ihr kriminelles Verhalten zu vertuschen, sagte Trump auch am Samstag bei mehreren Wahlkampfauftritten.

Clintons Korruption zerstöre „die amerikanische Seele“. Im Fall eines Wahlsieges würde sie im Gegenzug zu persönlichen Vorteilen „das Oval Office so rasch zum Verkauf anbieten, dass euch schwindelig würde“.

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E-Mail für Trump

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Weiner wird zum Ballast

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