US-Wahlkampf: Ein Trump-Sieg würde Mexiko hart treffen

US-Wahlkampf
Ein Trump-Sieg würde Mexiko hart treffen

Drastische Veränderungen stehen an, sollte Donald Trump tatsächlich bei der Präsidentschaftswahl in den USA triumphieren. Allen voran in Mexiko geht die Angst um. Ein mexikanischer Journalist analysiert die Probleme.

BerlinSeine klare Haltung und seine markanten Merkmale haben Donald Trump im vergangenen Jahr populär gemacht. Seine Fans jubeln ihm zu und der republikanische Präsidentschaftskandidat rast von einem Vorwahlsieg zum nächsten.

Teile seiner Anhänger sind radikalen Gruppen zuzuordnen – etwa der Tea Party oder dem ehemaligen Minutemen Project, dessen Mitglieder es auf Mexikaner abgesehen hatten. Doch es gibt auch zahlreiche Unterstützer aus der Mitte, aus der „breiten Masse“.

Trump verhält sich sehr geschickt: Seine Rhetorik spricht ein großes Publikum an. So sagte der Immobilienmogul etwa, dass er ein hingebungsvoller Christ sei und eine gute Beziehung zur Kirche pflege. Die Bibel, so Trump, sei sein Lieblingsbuch – sie stehe sogar vor seinem eigenen Buch „Art of the deal“. Doch dieses Verhalten ist mehr eine Strategie als ein realistisches Porträt seiner Persönlichkeit. Dieses Kalkül soll dazu dienen, noch mehr Wähler anzulocken.

Trump will illegale Einwanderer konsequent abschieben. Elf Millionen an der Zahl, überwiegend aus dem Nachbarland Mexiko. An der mehr als 3.000 Kilometer langen Grenze zu Mexiko soll eine Mauer entstehen, die die Nachbarn auch noch bezahlen sollen.

Amerikanische Konzerne will Trump durch Zolltarife dazu zwingen, ihre Investitionen auf US-Boden zu tätigen – und eben nicht in Mexiko, wo die Kosten um ein Vielfaches geringer sind. Betroffene Unternehmen, so Trump, sollten ihre Fabriken vor Ort schließen und auf diese Art und Weise Arbeitsplätze in die USA verlagern.

Es sind große Versprechen des Kandidaten, die er keinesfalls alle halten kann. Doch selbst, wenn er es versuchen würde: Die Hürden sind ebenso hoch wie schwierig zu überwinden. Auf die parteiinterne Unterstützung kann er nicht vollständig zählen.

Viele Parteimitglieder unterstützen den Freihandel und sehen Mexiko – ebenso wie Ford, Carrier und andere große Unternehmen – als attraktiven Produktionsstandort – eine so protektionistische Aktion würden sie nicht gutheißen.

Allerdings muss man sagen: Trotz aller Hindernisse könnte Trump Teile seiner Politik durchboxen. Besonders durch „Executive Orders“, die dem Präsidenten als Kopf der Exekutive endgültige Weisungen erlauben. So benutzt etwa auch der amtierende Präsident Obama dieses Instrument, um Einwanderer zu schützen.

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Mexiko stünde vor großen Herausforderungen

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