US-Wahlkampf

„Ich würde Clinton nicht wählen, auch wenn sie selbst mich bezahlen würde“

Donald Trump bekommt Unterstützung: Nigel Farage tritt bei einer Wahlkampfveranstaltung des Republikaners auf. Der Ex-Ukip-Chef und Brexit-Befürworter hat die Lacher auf seiner Seite – auf Kosten von Hillary Clinton.
Nigel Farage: „Es gibt Millionen von gewöhnlichen Amerikanern, die im Stich gelassen wurden.“ Quelle: AFP
Donald Trump und Nigel Farage

Nigel Farage: „Es gibt Millionen von gewöhnlichen Amerikanern, die im Stich gelassen wurden.“

(Foto: AFP)

WashingtonIm Rennen um das Weiße Haus erhält der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump Unterstützung vom britischen Rechtspopulisten Nigel Farage. Der frühere Chef der EU-skeptischen Partei Ukip trat am Mittwoch bei einer Wahlkampfveranstaltung für Trump in der Stadt Jackson im Bundesstaat Mississippi auf.

„Es gibt Millionen von gewöhnlichen Amerikanern, die im Stich gelassen wurden, die eine schlechte Zeit hatten und die sich allein gelassen fühlen von der politischen Klasse in Washington“, sagte Farage. Viele Volksvertreter in den USA seien „politisch korrekte Mitglieder der liberalen Medienelite“.

Er sehe gute Chancen für Trumps Kampagne, die Parallelen zu seinem Kampf für den EU-Austritt Großbritanniens aufweise. „Ihr könnt die Meinungsforscher und Kommentatoren eines Besseren belehren und Ihr könnt Washington besiegen“, sagte Farage den rund 10.000 Zuschauern in Jackson.

„Wenn ich ein US-Bürger wäre, würde ich Hillary Clinton nicht wählen, auch wenn man mich dafür bezahlen würde“, sagte er mit Blick auf Trumps demokratische Rivalin. „Ich würde nicht einmal für Hillary Clinton stimmen, wenn sie selbst mich bezahlen würde“, fügte er unter dem Gelächter der Zuschauer an.

Farage, der nach dem historischen Brexit-Referendum der Briten als Ukip-Chef zurücktrat, hatte vor einem Monat bereits als geladener Gast am Parteitag der US-Republikaner in Cleveland teilgenommen, bei dem Trump zum Präsidentschaftskandidaten nominiert worden war. Damals distanzierte sich der EU-Parlamentarier noch von einigen Forderungen des Immobilienmilliardärs.

Auftritte ausländischer Politiker im US-Wahlkampf sind zwar unüblich, Trump ist jedoch bekannt dafür, sich wenig um politische Konventionen zu scheren. Er dankte Farage für seine Rede und lobte ihn überschwänglich. Der EU-Kritiker habe auf der Bühne "großartige Arbeit geleistet". Trumps Kampagne war zuletzt schwer ins Straucheln geraten. Clinton liegt in Umfragen derzeit deutlich in Führung.

Das ist die neue Familie im Weißen Haus
Familie Trump bei Siegeskundgebung
1 von 19

Der 45. Präsident der USA heißt Donald Trump – und die First Lady Melania. Für den Wahlsieger spielte seine Familie eine wichtige Rolle im Wahlkampf. Denn Donald Trump misstraut den meisten politischen Beratern. Nur seine engsten Angehörigen dürfen ihm ihre Meinung sagen und Ratschläge abgeben. Ob er auch als nächster Präsident der USA auf seine Familie setzt? Die neue Familie im Weißen Haus im Überblick.

Ivanka Trump
2 von 19

Trumps Tochter Ivanka zeichnete im Wahlkampf ihres Vaters das Bild eines Menschen mit unglaublichen Fähigkeiten für die USA. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter soll so stark sein, dass sich US-Medien zeitweise ernsthaft mit der Möglichkeit beschäftigten, dass Trump seine Tochter zu seiner Stellvertreterin ernennen könnte. Die 34-Jährige zielte vor allem auf weibliche Wähler ab. Sie hat Wirtschaft studiert und führt gemeinsam mit Donald und Eric das operative Geschäft bei der Trump Organization. Ivanka Trump ist die Tochter von Trumps Ex-Frau Ivana.

Donald Trump Jr
3 von 19

„Es ist mir eine Ehre, heute Abend in der Lage zu sein, Donald Trump über die nötige Hürde der Delegiertenstimmen zu verhelfen.“ Das sagte Donald Trump Jr. in Cleveland bei der Bekanntgabe der Delegiertenstimmen aus Trumps Heimatstaat New York. Diese verhalfen dem Präsidentschaftskandidaten formal zur Mehrheit in den Vorwahlen. „Glückwunsch, Dad. Wir lieben dich!“, rief er. Donald Trump Jr. ist der älteste Sohn des Kandidaten und Vizepräsident der Trump Organization. Studiert hat er genauso wie seine Halbschwester Tiffany in Philadelphia. Trump ist seit 2005 mit Vanessa Haydon verheiratet und hat fünf Kinder.

Tiffany Trump
4 von 19

Trumps jüngste Tochter, Tiffany Trump, empfahl ihren Vater in ihrer Parteitagsrede als „natürlichen Mutmacher.“ Er habe sie dazu motiviert, ihr Bestes zu geben, sagte die 22-Jährige. Vor den Delegierten legte sie während der Vorwahlen zudem Zeugnis über den Charakter ihres Vaters ab...

Tiffany Trump
5 von 19

Es sei Trumps Art, nie zurückzuweichen oder sich von Angst blockieren zu lassen, sagte Tiffany Trump. Ihr Vater würde nie jemandem raten, Ansprüche herunterzuschrauben oder einen Traum aufzugeben. Die 22-Jährige ging aus der Ehe mit der Schauspielerin Marla Maples hervor, mit der Donald Trump von 1993 bis 1999 verheiratet war. Tiffany Trump hat in diesem Jahr ihren Abschluss an der Universität von Pennsylvania gemacht. Ihr gehören drei Trump-Gebäude.

Eric Trump
6 von 19

Auch Eric Trump hielt eine Rede auf seinen Vater. Er ist der Sohn von Ivana Trump, der ersten Ehefrau des Milliardärs.

Eric Trump
7 von 19

Seine Ehefrau Lara Yunaska stand ihm bei jeder Wahlkampfveranstaltung seines Vaters zur Seite. Eric ist der Sohn von Ivana Trump, Trumps erster Ehefrau. Im Jahr 2012 wurde Eric vom „Forbes“-Magazin zu einem der Top 30-Immobiliengurus gekürt. Er leitet gemeinsam mit seinen Geschwistern das Trump-Imperium und ist Gründer.

  • afp
Startseite

Mehr zu: US-Wahlkampf - „Ich würde Clinton nicht wählen, auch wenn sie selbst mich bezahlen würde“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%