US-Wahlkampf
Steinmeier wird bei Aussagen Trumps „echt bange“

Immer wieder sorgt Donald Trump mit seinen Aussagen für Empörung. Trotzdem hält sich Angela Merkel mit Kritik bislang zurück. So neutral wie die Kanzlerin bleiben im US-Wahlkampf aber nicht alle deutschen Politiker.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wird bei dem Gedanken an einen möglichen US-Präsidenten Donald Trump „echt bange“. In dieser Frage sei Steinmeier „in der Tat nicht neutral“, sagte die Vizesprecherin des Auswärtigen Amtes, Sawsan Chebli, am Mittwoch vor Journalisten in Berlin. Es sei Steinmeiers „gutes Recht“, darauf aufmerksam zu machen, „was aus dieser Welt werden könnte, wenn Trump tatsächlich Präsident werden würde“.

Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mische sich nicht in den Wahlkampf in den USA ein und kommentiere Äußerungen von Trump nicht.

Der US-Präsidentschaftskandidat hatte am Dienstag mit einem zweideutigen Aufruf an Waffenbesitzer, seine Rivalin Hillary Clinton oder von ihr als Präsidentin ernannte Richter mit Waffengewalt zu stoppen, ein weiteres Mal für Empörung gesorgt.

Steinmeier war bereits vor einigen Tagen bei einer SPD-Veranstaltung in Rostock Trump hart angegangen und hatte ihn als „Hassprediger“ bezeichnet. Die Demokratin Clinton liegt derzeit in Umfragen zwischen sieben und zehn Punkten vor dem Republikaner Trump. Im November wird in den USA bei Wahlen über die Nachfolge von Präsident Barack Obama entschieden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mehrfach betont, sie wolle sich nicht in den US-Wahlkampf einmischen. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer bekräftigte diese Haltung am Mittwoch.

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