USA
Trump will drei Millionen Migranten abschieben

Er hat mit Angriffen auf Minderheiten Wahlkampf gemacht – jetzt will er schnelle Erfolge vorzeigen: Der künftige US-Präsident Trump will drei Millionen Migranten schnell abschieben. Schon so ist das Land polarisiert.

San FranciscoDer designierte US-Präsident Donald Trump hat eine zügige Abschiebung von bis zu drei Millionen illegalen Einwanderern nach seinem Amtsantritt angekündigt. Ausgewiesen werden sollten „Kriminelle, Bandenmitglieder, Drogendealer“, sagte Trump laut Auszügen eines Interviews mit dem Sender CBS, das am Sonntag ausgestrahlt werden sollte. Schätzungen zufolge leben in den USA elf Millionen Menschen ohne Papiere.

Schon ohne diese Initiative haben sich für viele Migranten seit dem Wahlsieg des Republikaners die Lebensbedingungen verschlechtert. Auch wenn er heute zur Versöhnung aufruft und verspricht, der Präsident aller Amerikaner zu sein, sitzen seine früheren Tiraden und Angriffe auf Minderheiten noch tief. Die Haltung seines Vize-Präsidenten zu Schwulen ist auch bekannt: Eine Krankheit, die es zu behandeln gilt. Einige verstörende Ereignisse zeigen, wie das Amerika des Donald Trump Gestalt annimmt.

Da kursiert etwa ein verstörendes Video, das weiße Schüler der Royal Oak Mittelschule im Bundesstaat Michigan zeigt, die lautstark „Baut die Mauer! Baut die Mauer“ gröhlen, während ihre spanischstämmigen Klassenkameraden anfangen zu weinen. Der Superintendent des Schuldistrikts reagierte sofort: Das Geschehen in der Cafeteria wurde und werde im Schulunterricht behandelt, teilt er mit.  „Als Antwort auf diesen Vorfall – genaugenommen als Antwort auf diese Wahl – müssen wir jetzt unsere Geschichten hören, keine Schlagworte, wir müssen daran arbeiten uns zu verstehen und nicht daran, Punkte zu sammeln. Und wir müssen einen Weg vorwärts finden, der jeden und die Werte aller respektiert.“

Donald Trump schlendert durch das Weiße Haus, er hat sein Ziel erreicht. Aber welche Kollateralschäden er dabei hinterlassen hat, ist noch nicht abzusehen. Zum ersten Mal in der Geschichte Amerikas ist ein Präsident gewählt, der die offene Unterstützung des rassistischen Ku-Klux-Clan genießt. Tweets und Postings in sozialen Netzwerken sprechen von Raub, Misshandlungen und Demütigungen von Minderheiten. Vieles ist nur schwer zu verifizieren.

Es sind aber auch Videos zu finden von farbigen Studenten, die weiße Mitschüler traktieren. Eine Jugendliche aus Louisiana, die angab zwei Mitschüler hätten ihr ihre muslimische Kopfbedeckung heruntergerissen, räumte schließlich kleinlaut ein, es erfunden zu haben. Viele Vorfälle sind kaum überprüfbar, vom Hörensagen oder anonym eingestellt. Was ist wahr, was erlogen?

Amerika muss wieder zusammenfinden, aber wie? Die republikanische Partei in North Carolina verurteilte mit außergewöhnlich scharfen Worten eine geplante Siegesfeier für Donald Trump als „ekelerregend“ und der lokale Parteichef Robin Hayes distanzierte sich in „jeder Form“ von der rassistischen Gesinnung des Vereins und deren Taten. Aber noch warten alle auf Taten des gewählten Präsidenten Donald Trump.

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Datenbanken sind ein Problem

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Die First Lady arbeitete illegal

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