Vorstandschefs zur US-Wahl
„Mit Zementwerk in Texas gut vorbereitet“

Sollte Donald Trump seine Mauer zu Mexiko bauen, steht ein deutscher Konzern als Lieferant parat. Der Chef der wertvollsten Bank macht sich Gedanken – und der Starbucks-Boss ist baff. Reaktionen von CEOs zur US-Wahl.
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WashingtonDer Chef des deutschen Software-Konzerns SAP, Bill McDermott, ist Amerikaner. Am Tag vor der Wahl hat er per Twitter dazu aufgerufen, wählen zu gehen. Am Tag danach – Donald Trump steht als künftiger US-Präsident fest – zeigt sich McDermott beeindruckt von den ersten Reden Trumps, des amtierenden Präsidenten Barack Obama und der unterlegenen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Die Reden hätten „auf Einigkeit gedrängt“, so McDermott. Jetzt sei es Zeit, sich auf die Zukunft zu konzentrieren – und ergänzt an das Handelsblatt gerichtet: „Europa und die USA brauchen eine starke transatlantische Partnerschaft.“

Wie sich der Handel zwischen den beiden Weltregionen entwickeln wird, könnte der künftige Präsident Trump durchaus beeinflussen. Denn der 70-Jährige hat seine Wähler auch wegen seiner großen Skepsis gegenüber dem Freihandel hinter sich vereinigen können. Das Handelsabkommen mit Mexiko und Kanada (Nafta) will er nach dem Amtsantritt am 20. Januar schnellstmöglich neu verhandeln. Und immer wieder hat er angekündigt, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu errichten.

HeidelbergCement als Lieferant für Bollwerk gegen Mexiko?

Auf dieses Vorhaben hatten sogar schon vor der Wahl die Aktien von Baustoffherstellern positiv reagiert. Und am Tag der Wahl sagt der Chef des deutschen Konzerns HeidelbergCement dem Handelsblatt, dass sein Unternehmen durchaus als Lieferant für ein solches Bauwerk in Frage käme: „Wenn [die Mauer realisiert wird], wären wir mit Zementwerken in Texas und Arizona gut vorbereitet“, so HeidelbergCement-Chef Bernd Scheifele (Hier das komplette Statement). Die Aktie des Unternehmens legte am Mittwoch 4,4 Prozent zu. Gut war am Markt auch angekommen, dass Scheifele trotz verfehlter Gewinnschätzungen den Jahresausblick bekräftigte.

Der Chef der Kaffeehaus-Kette Starbucks schrieb an Mitarbeiter und veröffentlichte die Stellungnahme in einem Firmenblog. „Ich bin baff“, schrieb Howard Schultz. Es sei noch zu früh abzuschätzen, welchen Einfluss die Wahl auf die USA und den Rest der Welt haben werde. Aber auch er setzt darauf, dass sich die im Wahlkampf herausgestellte gesellschaftliche Spaltung des Landes abmildert: „Ich hoffe, dass wir die bösartigen Äußerungen und Konflikte eines so bislang nicht gekannten Wahlkampfs überwinden werden können.“ Jeder Mensch habe die Wahl: „Heute und an jedem einzelnen Tag, können wir entscheiden, wie wir miteinander umgehen – zu Hause, in unseren Wohnorten und natürlich in unseren Geschäften.“

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„Mit Zementwerk in Texas gut vorbereitet“

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Statement des JP-Morgan-Chefs und großer Industriekonzerne

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  • Zu Mexiko wird keine Mauer gebaut. Trump will sein US Nation als Nation erhalten und will hier strenger Grenzkontrolle durchsetzen mit sofortiger Rückführung von illegalen Einwanderer.
    Zementhersteller haben aber unter Trumps Infrastruktur Aufbau/Instandhaltungsplänen eine Große Zukunft vor sich. Auch durch die veränderte Energiepolitik = Abschaffung der Subventionsbranche der sog. Erneuerbaren Energien und die daraus frei gewordenen Mittel zum Wiedererstarken der Kohle, Gas und Kernkraft wird nicht nur Zement benötig sondern lässt auch die Energiepreise in den USA fallen und dies ist gut für die Grundstoffindustrie wie z.b. der Zementherstellung.

  • Nun, die Oberglobalisierer haben ja quer durch Palästina auch eine Mauer gezogen. Und sind ganz zufrieden mit dem Ergebnis, was man so liest.

  • Meines Wissens ist die Grenze Mexiko - USA bereits heute baulich gut gesichert.

    Ich gehe davon aus, dass es in der künftigen Einwanderungspolitik der USA darum geht..
    - die Deportation Illegaler Immigranten effektiver zu gestalten.
    - die Zahl der Einwanderer aus dem arabischen Raum zu reduzieren
    - In Anlehnung an die australische Einwanderungspolitik Internierungslager für Einwanderer zu schaffen deren Heimatländer die Rückführung ablehnen.

    Mit dem Zement/Zementwerk können dann nützlichere Dinge, beispielsweise neue Kohlekraftwerke, errichtet werden.

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