Vorwahlen in den USA: Wall Street hat Angst vor einem Präsidenten Trump

Vorwahlen in den USA
Wall Street hat Angst vor einem Präsidenten Trump

In vier US-Staaten wird am Dienstag über die republikanischen Präsidentschaftsbewerber abgestimmt. Die Wall Street hofft, dass die Erfolgssträhne von Donald Trump endet. Die Finanzbranche fürchtet den Populisten.

New YorkAuf den ersten Blick verkörpert Donald Trump all das, was an der Wall Street zählt – er ist ein Milliardär, mit dessen Immobilienimperium die Banken glänzende Geschäfte machen und in dessen luxuriösen Hochhäusern die Reichen und Schönen zuhause sind.

Doch seit Trump in den Vorwahlen der Republikaner von Erfolg zu Erfolg eilt, blickt das Herz des US-Kapitalismus mit Schaudern auf die Präsidentschaftswahl im November. „Er verängstigt die Märkte. Er ist ein großer Unsicherheitsfaktor“, sagt Greg Valliere, Chef-Stratege von Horizon Investments. „Und die Märkte mögen keine Unsicherheit.“

Die Liste der Ängste, die ein möglicher Präsident Trump an der Wall Street auslöst, ist lang. Er könnte einen Handelskrieg mit China beginnen, die Steuern der Reichen erhöhen, sich mit der Zentralbank Federal Reserve über die Geldpolitik zerstreiten und die Zusammenarbeit von Weißem Haus und Kongress endgültig zum Erliegen bringen.

Die Wall Street hofft, dass die Erfolgssträhne von Trump endet. Sollte der Milliardär am Dienstag bei den Vorwahlen der Republikaner schlecht abschneiden, würde es die Finanzbranche mit Freude erfüllen. Abgestimmt wird in Michigan, Mississippi, Idaho und Hawaii. Gegen Trump treten noch drei Bewerber an: die Senatoren Marco Rubio und Ted Cruz sowie der Gouverneur von Ohio, John Kasich.

Derzeit hat Trump 384 Delegierte hinter sich, Cruz 300. Für die Nominierung sind bei den Republikanern 1237 Wahlmänner und Wahlfrauen nötig. Auch bei den Demokraten kommt es am Dienstag zu Vorwahlen, freilich nur in Michigan und Mississippi.

Trump kommt mit seiner polternden Art und provokanten Forderungen bei vielen Amerikanern an - gerade jenen, die Wut auf das Establishment haben. Die Wall Street ist hingegen darüber beunruhigt, was der Immobilien-Tycoons bisher zu grundlegenden wirtschaftlichen und unternehmerischen Fragen äußert. Einerseits zetert Trump über die hohen Gehälter von Firmenchefs, die Gier der Banken und Steuervorteile für die Vermögensverwalter der Wall Street.

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