Warren Buffett

Der Starinvestor setzt auf Aktien – trotz Trump

Der Milliardär Warren Buffett hat sich über die US-Zukunft positiv geäußert. Trotz Trumps Wahlsieg setzt der Starinvestor weiterhin auf Aktien. Buffet glaubt nicht, dass Trump alle Versprechen umsetzen kann.
Der Starinvestor rechnet nach der US-Wahl mit steigenden Aktienkursen. Quelle: dpa
Warren Buffett

Der Starinvestor rechnet nach der US-Wahl mit steigenden Aktienkursen.

(Foto: dpa)

WashingtonTrotz des Wahlsieges von Donald Trump setzt Starinvestor Warren Buffet weiter auf Aktien. „Der Aktienmarkt wird in 10, 20 oder 30 Jahren höher als jetzt sein“, sagte der Milliardär in einem CNN-Interview. Dies werde mit Trump als Präsidenten geschehen und wäre bei einem Sieg Hillary Clintons genauso gewesen.

Buffett äußerte sich auch über die Zukunftsaussichten der USA insgesamt optimistisch. Die Marktwirtschaft helfe nicht jedem, funktioniere aber insgesamt. An den weltweiten Aktienmärkten war nach dem unerwarteten Erfolg Trumps der von vielen Experten erwartete Einbruch ausgeblieben. Der Dow Jones kletterte sogar auf ein Rekordhoch.

Buffett hat sein Geld vor allem in US-Unternehmen angelegt. Er ist ein profilierter Kritiker des Immobilienmilliardärs und stellte sich im Wahlkampf hinter Clinton. Deren Mann Bill hatte 1994 das Freihandelsabkommen Nafta mit Kanada und Mexiko umgesetzt, das Trump aufkündigen will. Buffett bezweifelte nun, dass diese Vorschläge im Kongress eine Mehrheit finden. „Im Wahlkampf werden viele Dinge gesagt, die nach den Wahlen nicht kommen.“ Der Handel nutze zwar der Gesellschaft insgesamt.

Klima-Skeptiker, Milliardäre und ein Wall-Street-Anwalt
Dan Coats
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Der künftige US-Präsident Donald Trump will den früheren US-Botschafter in Deutschland, Dan Coats, zum Geheimdienstdirektor ernennen. Coats war von 2001 bis 2005 US-Botschafter in Berlin unter Präsident George W. Bush. 2011 warf er Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sich mit der deutschen Enthaltung beim Militäreinsatz in Libyen isoliert zu haben. Als ehemaliger Senator vertrat der Konservative zudem den US-Bundesstaat Indiana im Kongress.

Jay Clayton
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Neuer Chef der US-Börsenaufsicht wird unter US-Präsident Donald Trump Jay Clayton. Clayton ist ein Mann der Wall Street. Er arbeitet bisher als Wirtschaftsanwalt in der renommierten Kanzlei Sullivan & Cromwell. Unter anderem war er an den Vorbereitungen für den Börsengang des riesigen chinesischen Internethändlers Alibaba beteiligt.

Robert Lighthizer
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Anfang Januar wurde bekannt, dass Donald Trump den 69-jährigen Robert Lighthizer zum Handelsbeauftragten der US-Regierung machen will. Lighthizer gilt als scharfer Kritiker der Handelsstrategien Chinas und als Protektionist. Der Politikveteran hat als Handelsattaché in der Reagan-Ära zahlreiche bilaterale Abkommen ausgehandelt und den Umfang unfairer Einfuhren in die USA deutlich reduziert.

Carl Icahn
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Trump wird sich zukünftig beim Starinvestor Carl Icahn Tipps zu Regulierungsfragen holen. Icahn wird kein offizieller Regierungsmitarbeiter und für seine Dienste auch nicht bezahlt, sagte ein Trump-Sprecher. Nach Trumps Wahl setzen viele darauf, dass der 70-jährige Immobilien-Milliardär die Wirtschaft unter anderem mit einer Deregulierungswelle in Schwung bringen will. Icahn ist Großaktionär mehrerer Konzerne und vielen für ein aggressives Geschäftgebaren bekannt.

Peter Navarro
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Der durch seine Bücher wie „Tod durch China“ bekanntgewordene Ökonom Peter Navarro wird in den Nationalen Handelsrat des Weißen Hauses berufen. Der 67-jährige Wirtschaftsprofessor der University of California beriet Trump bereits im Wahlkampf. In seinem Buch „Tod durch China: Wie Amerika seine industrielle Basis verlor“, das die Grundlage für einen Dokumentarfilm lieferte, wirft er der Volksrepublik beispielsweise den Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Innenminister: Ryan Zinke
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Der Kongressabgeordnete war Kommandeur der Marine-Infanterie-Elitetruppe Navy SEALs. Das Ministerium verwaltet rund ein Fünftel der öffentliche Flächen des Landes, darunter Nationalparks. Es ist in den USA nicht für die innere Sicherheit zuständig. Das übernehmen die Ministerien für Justiz und Heimatschutz. Zinke ist gegen die Privatisierung von öffentlichem Grundbesitz, hat aber auch für Gesetze gestimmt, die Umweltauflagen in solchen Gebieten aufweichen. Trump will auf Staatsgebiet verstärkt Ölbohrungen und Bergbau erlauben.

Rex Tillerson (l.) - Außenminister
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Der Chef des US-Ölkonzerns Exxon Mobil, Rex Tillerson, soll Außenminister werden. Das ist aus dem Umfeld von Donald Trump zu hören. Der 64-Jährige hat gute Beziehungen zu Russland, das Bild zeigt Tillerson im Jahr 2012 bei einem Aufeinandertreffen mit dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin.

Die konkreten Vorteile seien aber unklar. So könnten Socken ein paar Cent billiger sein, weil sie im Ausland günstiger hergestellt würden. „Aber ich gehe nicht zu Walmart und sage mir bei jedem Einkauf 'Gottseidank gibt es Freihandel'.“

Buffett erneuerte auch seine Kritik an Trump als Geschäftsmann. Dieser betreibe gute PR in eigener Sache, habe aber Misserfolge zu verantworten. Allerdings hält der 86-Jährige unternehmerischen Erfolg nicht erforderlich, um als Staatsoberhaupt erfolgreich zu sein. „Harry Truman ist mit einem Herrenausstatter pleitegegangen“, sagte Buffett. „Und trotzdem war er ein hervorragender Präsident.“

  • rtr
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