Was hat Donald Trump zu verbergen?
Hillary Clinton legt Steuererklärung vor

Die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat ihre Steuererklärung veröffentlicht - und damit den Druck auf ihren republikanischen Kontrahenten Donald Trump verstärkt, der sich dieser Gepflogenheit verweigert.

Washington„Was hat er zu verbergen?“ - mit dieser Frage suchte Clintons Wahlkampfteam am Freitag die Spekulationen um die Steuerverhältnisse des Republikaners anzuheizen. Trump konterte mit dem Vorwurf, die Demokratin wolle von ihrer E-Mail-Affäre ablenken.

Auf die Aufforderungen des Clinton-Lagers, seinerseits seine Steuererklärung publik zu machen, ging der Immobilienmilliardär nicht ein. Er hat in der Vergangenheit argumentiert, dass er seine Steuererklärung wegen einer seit Jahren laufenden Steuerprüfung nicht veröffentlichen könne. Clintons Sprecherin Jennifer Palmieri verwarf dies als „Ausreden“.

In den USA ist es Brauch, dass die Präsidentschaftskandidaten ihre Steuererklärungen veröffentlichen. So wurde es in den vergangenen neun Wahlen gehandhabt. Trump hat jedoch ein Dokument, das er im Mai der Wahlbehörde FEC übermittelt hatte, als ausreichend bezeichnet. Dieses enthält jedoch nur grobe Zahlen zu seinem Vermögen und Einkommen.

Die Demokraten mutmaßen, dass der Baulöwe seine Steuererklärung zurückhält, weil er möglicherweise weniger Vermögen habe als von ihm angeführt, weil er vielleicht wenig oder gar keine Steuern zahle oder weil er wenig für wohltätige Zwecke spende.

Trumps Sprecher Jason Miller sagte, das von Clinton veröffentlichte Dokument wolle „niemand von ihr sehen“. Stattdessen wolle die Öffentlichkeit die 33.000 E-Mails sehen, die sie von ihren Servern gelöscht habe. Der Sprecher bezog sich damit auf die Affäre um Clintons Umgang mit ihren Mails während ihrer Zeit als Außenministerin zwischen 2009 und 2013.

Clinton hatte damals private Server für ihre dienstliche Kommunikation genutzt und damit gegen die Sicherheitsregeln verstoßen. Nachträglich übergab sie zwar einen Großteil der Mails an das Außenministerium, löschte aber mehr als 30.000 E-Mails, die ihren Angaben zufolge persönlichen Inhalts waren. Das Justizministerium verzichtete im Juli auf offizielle Ermittlungen gegen Clinton wegen des Vorgangs.

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Hillary Clinton legt Steuererklärung vor

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Clintons Steuersatz: fast 34 Prozent

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