US-Wahlen 2016
Rand Paul will Präsident werden

Der Republikaner und US-Senator Rand Paul will 2016 bei den Präsidentenwahlen als Kandidat antreten. Unterdessen will sich der inzwischen 78-jährige John McCain erneut für den Senat wählen lassen.
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LouisvilleDer US-Senator Rand Paul hat seine Bewerbung für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner 2016 verkündet. „Ich bewerbe mich als Präsident, um unser Land zu den Prinzipien von Freiheit und begrenztem Staat zurückzuführen“, schrieb Paul am Dienstag auf seiner Internetseite. Der 52-jährige gelernte Augenarzt wollte anschließend mit einem Auftritt in Louisville im Bundesstaat Kentucky seinen Wahlkampf einläuten.

Paul gehört zum libertären Flügel der republikanischen Partei, der den Staat auf das Allernötigste begrenzen will. Der Senator lehnt staatliche Einmischungen in die Wirtschaft strikt ab, vertritt zugleich aber auch eher liberale Haltungen in der Drogenpolitik und beim Schutz der Bürgerrechte. In der Außenpolitik sieht er das Engagement des US-Militärs in der Welt skeptisch.

Paul hatte im November 2010 mit Unterstützung der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung einen Senatssitz im Bundesstaat Kentucky errungen. Sein Vater Ron Paul hatte sich 2008 und 2012 vergeblich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner beworben, nachdem er 1988 bereits erfolglos für die Libertäre Partei angetreten war.

Mit Pauls Erklärung nimmt das Rennen um die republikanische Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen im November 2016 weiter Fahrt auf: Ende März hatte bereits der christlich-konservative Senator Ted Cruz aus Texas als erster Republikaner offiziell seine Ambitionen verkündet. Sehr wahrscheinlich ist außerdem die Bewerbung des früheren Gouverneurs von Florida, Jeb Bush. Der Sohn von Ex-Präsident George H.W. Bush und Bruder von Ex-Präsident George W. Bush gilt als Wunschkandidat des republikanischen Establishments.

Der 78-jährige Senator John McCain will sich erneut für den Senat wählen lassen. Seine Karriere habe eben erst begonnen, sagte er dem Sender NBC News bei Ankündigung seiner Kandidatur. Damit tritt der dann 80-Jährige, der seit 1987 Senator für den US-Staat Arizona ist, zum sechsten Mal für eine Amtszeit an. 2008 war er Präsidentschaftskandidat seiner Partei gegen den Demokraten Barack Obama, dem er unterlag.

McCain sagte: „Ich war wegen der inkompetenten Führung des Präsidenten der USA nie besorgter über die Sicherheit dieses Landes.“ Er ist Vorsitzender des Ausschusses für die Streitkräfte. In dieser Position kritisiert er Obama häufig wegen der nationalen Sicherheit. Gruppen aus der Tea-Party-Bewegung hatten McCain als zu liberal kritisiert und sehen in ihm das größte Problem bei der Vorwahl der Republikanischer.

US-Präsident Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Als große Favoritin für die Kandidatur bei seinen Demokraten gilt die frühere Außenministerin und ehemalige First Lady Hillary Clinton. Ihre offizielle Bewerbung wird noch in diesem Monat erwartet.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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