US-Wahlergebnis Donald Trump flachst über Neuauszählung

Vor der Wahl sprach Donald Trump häufig davon, dass mit Manipulationen der Abstimmung zu rechnen sei. Nun, da er die Wahl gewonnen hat, will er davon nichts mehr wissen. Das Ergebnis sei zu respektieren.
Kommentieren
„Wir müssen dieses Ergebnis akzeptieren und in die Zukunft blicken“, sagt der designierter US-Präsident. Quelle: AP
Donald Trump

„Wir müssen dieses Ergebnis akzeptieren und in die Zukunft blicken“, sagt der designierter US-Präsident.

(Foto: AP)

WashingtonDer designierte US-Präsident Donald Trump hat die Initiative für eine Neuauszählung der abgegebenen Stimmen in drei US-Staaten am Samstag scharf verurteilt. Bei dem Vorstoß der Kandidatin der Grünen Partei, Jill Stein, handele es sich um Betrug, hieß es in einer Erklärung seines Übergangsteams. Vor seinem Wahlsieg hatte Trump praktisch täglich davon gesprochen, dass die Abstimmung manipuliert werde. „Das Volk hat gesprochen, und die Wahl ist vorbei“, erklärte er nun. „Wir müssen dieses Ergebnis akzeptieren und in die Zukunft blicken.“

Das Wahlkampfteam der unterlegenen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton unterstützt den Vorstoß Steins für eine Neuauszählung der abgegebenen Stimmen in Wisconsin, Pennsylvania und Michigan. Der republikanische Wahlsieger Trump hatte diese demokratischen Hochburgen knapp für sich entschieden. Die Behörden in Wisconsin haben nach Eingang des offiziellen Antrags Steins bereits Schritte für eine Neuauszählung eingeleitet, der ersten in der Geschichte des Staats.

Wer mit dem neuen US-Präsidenten wirbt
So klappt der Umzug ins Weiße Haus
1 von 12

„Wer ist da in meinem Bett?“, denkt sich das Obama-Double im neuen Werbespot von Move24. Offenbar konnte Donald Trump den Einzug ins Weiße Haus nicht abwarten.

Mit Trump die Bekanntheit steigern
2 von 12

Das Start-up will mit der Kampagne seine Bekanntheit in Deutschland steigern – und mit dem bekanntesten Mieterwechsel der Welt seine Vorzüge gegenüber der Konkurrenz präsentieren: schnellere Organisation und Abwicklung von Umzügen.

Wie Trump sein Haus sichern würde
3 von 12

Auch das Berliner Start-up Tink unter dem Dach von Rocket Internet setzte bewusst auf die Reizfigur Trump. In dem Werbevideo tritt ein Mann mit seltsamer Frisur vor blau-weiß-rotem Hintergrund an ein Rednerpult mit der Aufschrift „Trumpf“. Auf die Frage, wie er sein Haus gegen Einbrecher sichert, gibt es eine klare Antwort: „Get a gun.“ Es folgt ein Schnitt, nach dem das Unternehmen seine „smartere“ Lösungen präsentiert: Denn Tink ist eine Plattform für Produkte verschiedener Hersteller, mit denen die Wohnung vernetzt werden kann.

Neue Heimat für Trump-Flüchtlinge
4 von 12

Die kanadische Insel Cape Breton leidet unter Bevölkerungsschwund. Der Kanadier Rob Calavrese wirbt deshalb auf seiner Webseite um „Trump-Flüchtlinge“. Der Radio-Moderator verspricht allen Gegner auf der Insel eine neue Heimat.

100.000 Anfragen binnen weniger Tage
5 von 12

Für sein ungewöhnliches Angebot erhielt er 100.000 Anfragen innerhalb weniger Tage. „Die Leute stellen Fragen zum Einwanderungssystem, zur wirtschaftlichen Lage, sie wollen wissen, ob sie ihr Pferd mitbringen können und wie es mit Waffen ist“, berichtet der 39-Jährige.

One-Way-Ticket nach Kanada
6 von 12

Für die Anreise wäre auch schon gesorgt. Denn der amerikanische Reiseanbieter Kayak reagierte auf den Trump-Sieg mit einer ungewöhnlichen Twitter-Meldung: Er wirbt mit One-Way-Tickets für Ausreisewillige nach Kanada. Dazu hat Kayak zu einem Gewinnspiel aufgerufen: „Wollen Sie aufgrund der Wahl Ihre Koffer packen und nach Kanada kommen? Falls ja – wir verlosen jeweils 250 Dollar für Flugtickets.“

Ein letztes Mal...
7 von 12

Auch die Fluggesellschaft Royal Jordanian nutzte den Wahlsieg von Donald Trump zu ihren Werbezwecken. Allerdings für eine Reise in die andere Richtung.

Da Clintons Team keine gerichtsfähigen Beweise für Hackerangriffe oder Versuche von außerhalb entdeckt habe, die Wahltechnik zu manipulieren, sei nicht geplant gewesen, dass es diese Option selbst verfolge, schrieb der Anwalt des demokratischen Wahlkampfteams, Marc Elias, am Samstag in einem Blog. Doch nun, da eine Neuauszählung in Wisconsin initiiert worden sei, werde sich Clintons Lager daran beteiligen, „um sicherzustellen, dass der Prozess auf eine Art abläuft, die für alle Seiten fair ist“.

Genauso werde Clinton in Pennsylvania und Michigan verfahren, sollte Stein auch dort entsprechende Anträge stellen, erklärte Elias. Dass sich das Wahlergebnis durch die Neuauszählungen ändert, gilt als höchst unwahrscheinlich.

Stein hatte landesweit ein Prozent der Stimmen erhalten. Sie hat erklärt, sie sei besorgt, dass es Hackerangriffe auf Wahlsysteme in den drei US-Staaten gegeben haben könnte. Steins Team schätzt, dass eine Neuauszählung in Wisconsin 1,1 Millionen Dollar (rund eine Million Euro) kosten werde. Bis Freitag hatte die Kampagne der Präsidentschaftskandidatin 4,8 Millionen Dollar (etwa 4,5 Millionen Euro) gesammelt, um Neuauszählungen in allen drei US-Staaten zu beantragen.

Startseite

Mehr zu: US-Wahlergebnis - Donald Trump flachst über Neuauszählung

0 Kommentare zu "US-Wahlergebnis: Donald Trump flachst über Neuauszählung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%