US-Wahlkampf
Giuliani und Clinton stürzen in Umfragen ab

Zwei Wochen vor Beginn der Vorwahlen in den USA haben die Favoriten in beiden politischen Lagern an Zustimmung verloren. Zwar behauptete Hillary Clinton ihren Vorsprung in der eigenen Wählerschaft vor Barack Obama, in wichtigen Bundesstaaten musste sie aber empfindliche Einbußen hinnehmen. Ganz dick kam es für ihren republikanischen Konkurrenten Rudolph Giuliani.

HB WASHINGTON. Zwei Wochen vor Beginn der Vorwahlen in den USA wird es eng für die bisherigen Favoriten im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur. Nach Hillary Clinton bei den Demokraten verlor nun auch der republikanische Bewerber Rudy Giuliani in der eigenen Wählerschaft deutlich an Zustimmung. Laut einer aktuellen landesweiten Umfrage von „NBC News“ und dem „Wall Street Journal“ brach der bislang komfortable Vorsprung des ehemaligen New Yorker Bürgermeisters im Vergleich zum November um 13 Punkte auf 20 Prozent ein. Giuliani lag damit nurmehr gleichauf mit Mitt Romney, dem Ex-Gouverneur von Massachusetts. Auf Platz drei kam mit 17 Prozent Mike Huckabee, gefolgt von John McCain mit 14 und Fred Thomson mit elf Prozent.

Clinton konnte in der Erhebung den deutlichen Vorsprung auf ihren schärfsten innerparteilichen Rivalen Barack Obama landesweit gesehen zwar behaupten: Die Senatorin aus New York kam auf 45 Prozent, Obama auf 23 Prozent, gefolgt von John Edwards mit 13 Prozent. In einzelnen wichtigen Bundesstaaten musste die ehemalige First Lady aber empfindliche Rückschläge hinnehmen, wie eine Umfrage von „ABC News“ und der „Washington Post“ am Mittwoch abermals belegte.

Danach überholte Obama Clinton in Iowa, wo am 3. Januar der Startschuss für die Vorwahlen fällt. 33 Prozent der Wähler des Bundesstaats im Mittleren Westen erklärten, für den afroamerikanischen Seantor aus Illinois stimmen zu wollen. Auf Clinton entfielen 29 Prozent, Edwards kam auf 20 Prozent. Bei den Republikanern setzte sich in Iowa mit 35 Prozent Huckabee an der Spitze fest. Im Vergleich zu der „Post“-Umfrage vom Juli entsprach das einer Vervierfachung seines Zuspruchs. Romney erreichte 27 Prozent. Giuliani, der sich in Iowa ohnehin kaum Chancen ausgerechnet hatte und deshalb dort praktisch keinen Wahlkampf führte, spielte in der Umfrage keine Rolle.

Deutlich aufwärts ging es für den ehemaligen Baptistenprediger Huckabee auch in Kalifornien. In der am Donnerstag veröffentlichten jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Field schoss der frühere Gouverneur aus Arkansas von vier auf 17 Prozent. Giuliani führte das Feld bei den Republikanern zwar noch an, verharrte allerdings unverändert bei 25 Prozent. Bei den Demokraten führte zwar nach wie vor Clinton mit 36 Prozent, allerdings lief es für sie in dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat im Sommer noch deutlich besser. Obama konnte hingegen leicht zulegen auf 22 Prozent.

In Kalifornien finden die Vorwahlen wie in mehr als 20 weiteren Bundesstaaten am 5. Februar statt. Spätestens danach - so schätzen Beobachter - dürfte feststehen, wen die beiden großen Parteien als Kandidat in die Schlacht um das Weiße Haus schicken. Präsident George W. Bush darf sich nach zwei Amtszeiten im November nicht erneut zur Wahl stellen.

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