US-Wahlkampf
Obama macht Jagd auf Verleumder

"Obama nimmt uns die Waffen weg, er hat uns das Milliarden-Rettungspaket eingebrockt und seine Regierung ist korrupt": Die Attacken im Wahlkampf werden heftiger. Obamas Helfer machen nun im Netz Jagd auf die Urheber. 
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WashingtonUnmittelbar vor dem großen Spektakel gab es am Montag über dem Himmel von Tampa, Florida, ein kleineres Spektakel. Während sich Rick Perry, Mitt Romney und die anderen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner auf ihre TV-Debatte vorbereiteten, knatterte ein Sportflugzeug über ihre Köpfe hinweg. Es zog ein riesiges Transparent hinter sich her: „Wo ist die echte Geburtsurkunde?“

Sie ist einfach nicht totzukriegen. Die Legende, Barack Obama sei nicht auf amerikanischem Boden geboren und hätte deshalb nie US-Präsident werden dürfen, sie hält sich hartnäckig. Dass Obama seine Geburtsurkunde im April genervt selbst ins Netz stellte (http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/rss_viewer/birth-certificate-long-form.pdf ), ändert daran gar nichts. Sie sei gefälscht, glauben Verschwörungstheoretiker.

Während der Wahlkampf langsam Fahrt aufnimmt, nehmen auch die Angriffe auf Obama zu. Doch der versucht nun zurückzuschlagen. Auf der Website Attack Watch, die am Dienstagabend online ging, sammeln seine Helfer die absurdesten angeblichen Unterstellungen, Verzerrungen und Lügen über ihren Chef und stellen sie richtig. „Es gibt eine Menge Leute auf der anderen Seite, die lustvoll die Leistungen des Präsidenten verdrehen“, schrieb Wahlkampfmanager Jim Messina in einer E-Mail an die Mitstreiter. „Die Frage ist nicht, ob die nächste große Lüge kommt, sondern wann.“

Jeder kann nun auf Attack Watch (http://www.attackwatch.com) nachlesen, welcher Republikaner, rechte Radiomoderator oder sonstige Gegner wann und was dem Präsidenten unterstellt hat, ob er die Lüge über die Medien oder über E-Mail verbreitete – und wie die Wahrheit aussieht.  Ein umgekehrter Pranger sozusagen.

Zum Beispiel hat John Bolton, ehemaliger US-Botschafter bei der UN, laut Webseite einmal gesagt: „Präsident Obama plant, ein Abkommen der Vereinten Nationen dazu zu benutzen, Amerikanern ihre Waffen wegzunehmen“. Die Rechercheure kontern: „Präsident Obama hat Gesetze unterschrieben, die die Rechte der Waffenbesitzer schützen“. Das halte die Waffenlobby aber nicht davon ab, zu glauben, Obama werde schärfere Waffengesetze einführen, schreiben die Autoren und bieten gleich ein paar Links zum Beweis an. In der Tat hat der Präsident die heikle Waffen-Frage stets gemieden und die Lobbyisten in Ruhe gelassen.

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Gegenangriff mit Fakten

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  • Interessant ist vor allem, dass Obama selbst sagt: "I wasn't born in Hawaii. I wasn't born in the United States. I come from Kenya." (http://www.youtube.com/watch?v=NqdChnj2i5w&feature=related). Auch seine Frau sagt, dass er in Kenia geboren wurde: "When we took our trip to Africa and visited his home country in Kenya." Ebenso seine Großmutter. (http://www.youtube.com/watch?v=Qk1t046Tjmg&feature=related)

  • Ja und? Was soll bitte diese Aussage mit Adobe bitte bedeuten? Das die Urkunde nicht echt ist?

    Zu Echtheit bitte hier den Link verfolgen

    http://www.attackwatch.com/attack-files-entry/obama-birth-certificate

    und diesen offiziellen Schriftverkehr nachvollziehen:

    http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/rss_viewer/birth-certificate-correspondence.pdf

    http://www.whitehouse.gov/sites/default/files/rss_viewer/birth-certificate-long-form.pdf

  • Also um nur mal auf die Geburtsurkunde einzugehen, jeder der sich etwas besser mit den Adobe Produkten auskennt zerlegt das Dokument in 2min in die einzelnen Layer!!

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