US-Wahlkampf Romney plant angeblich Deutschland-Besuch

Obama tat es vor vier Jahren, nun legt sein Herausforderer nach: Mitt Romney plant laut US-Medien eine Auslandsreise, um sein außenpolitisches Profil zu schärfen. Er hofft demnach auf ein Treffen mit Kanzlerin Merkel.
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Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney. Quelle: dapd

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney.

(Foto: dapd)

Washington/New YorkMitt Romney erweitert die Kampfzone. Der Herausforderer von US-Präsident Barack Obama plant nach US-Medienberichten noch im Juli eine Reise nach Europa, um sein außenpolitisches Profil zu schärfen. Dabei will der republikanische Präsidentschaftskandidat auch Deutschland besuchen, berichtete das Politik-Magazin „Politico“ am Donnerstagabend unter Berufung auf Quellen aus dem Wahlkampflager. Demnach hofft Romney, einen Termin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu bekommen. Außerdem auf dem Reiseplan: Großbritannien, Israel, Polen und möglicherweise Afghanistan.

Bislang hatte Romney Obama vor allem beim Thema Wirtschaft attackiert, nun sucht der Kandidat offenbar verstärkt die Auseinandersetzung in der Außenpolitik. Sein Verhältnis zu Europa gilt allerdings als schwierig. Der Mormone war als junger Erwachsener zwei Jahre lang auf Missionsreise in Frankreich und spricht fließend französisch. In Wahlkampfreden hat er jedoch wiederholt über den Alten Kontinent gelästert. „Wir werden immer mehr wie Europa“, kritisierte er im April auf einer Veranstaltung in Washington – ein Seitenhieb auf Obama, der dem europäischen Solzialstaat aufgeschlossener gegenübersteht. „Aber Europa funktioniert noch nicht einmal in Europa“, sagte Romney.

Deutschland steht bei Romney allerdings durchaus hoch im Kurs, vor allem Merkels Politik in der Eurokrise. In einem Gastbeitrag für das Handelsblatt hatte Romneys Wirtschaftsberater Glenn Hubbard kürzlich den Sparkurs verteidigt und die Forderungen Obamas und vieler US-Ökonomen nach einer lockereren Geldpolitik züruckgewiesen. Die Ratschläge seien „unklug“ und offenbarten „Unkenntnis über die Ursachen der Krise und über einen Wachstumspfad in die Zukunft“, hatte der Dekan der Columbia Business School in New York geschrieben. Obama persönlich hatte Hubbards Text als Affront aufgefasst und sich öffentlich Kritik von Landsleuten in ausländischen Zeitungen verbeten.

Romneys Auslandstrip erinnert an die Reise Obamas im Jahr 2008. Damals hatte der Kandidat vor 200.000 Menschen an der Berliner Siegessäule seine Außenpolitik skizziert. Kanzlerin Merkel hatte Obama zwar empfangen, ihm jedoch den eigentlich geplanten Auftritt vor dem Brandenburger Tor verweigert. Begründung: Der historische Ort stehe für Wahlkampfveranstaltungen nicht zur Verfügung.

Erste Station soll in London sein
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18 Kommentare zu "US-Wahlkampf: Romney plant angeblich Deutschland-Besuch"

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  • Nein...das möchte ich nicht!! Barack Obama ist herzlich willkommen...aber Mr. Romney bitte NICHT!!! Wehe wenn er trotzdem nach "Good old Germany" kommt - dann wandere ich aus und werde Österreicherin :-)))

  • Oh you are talking about the fraud and socialist obamacare, which is in no way similar to the healthcare that Etch-A-Sketch Mitt implemented, when he was governor??
    But I get that it's kind of difficult to keep up with flippity-floppity Mitt..(even his advisers seem to have difficulties with that, seeing that they can't really decide if they agree, that obamacare is a tax or not:D)
    I personally would love to see him visit France, but if he must come to Germany, I'm hoping he brings his wifey. This way it's double the fun when they embarrass themselves, which is bound to happen, as they will have to open their mouths.

  • Romney sollte lieber nach Griechenland reisen. Geldgeier trifft Pleitegeier. Vielleicht würde sich daraus eine neue Spezies entwickeln.

  • Bitte nicht empfangen!! (oder sonst nur mit faulen eiern:D) Der ist eine Rückkehr zu der Politik von Bush und das kann nun wirklich niemand wollen..

  • @babsack69
    The burden of debt is being carried by the unborned children in the future. Think of that also. And tax-payers in the US are more then 1 percent. Everybody must be ready to increase their effort and to do work to achive a better life. Obama-care-for-free is a high risk for fraud and socialism money wasting style.

  • Gebrauchte Schuhe tuns auch. Ich würde ganz gerne ein Bild in Zeitungen sehen, wo Merkel und Romney die Hände schütteln.

  • Yes,the freedome of the 1% of the rich americans is threatened and must be defended.The world must understand and has to accept that they want to keep their money and their ways of making money.Health insurance only for those who can afford it,freedom of investment in whatever they want and free way for busines interests whatever they may cause.

  • Mitt Romney for president ! Freedom must be defended. No increase of debt ceiling due to Obama-Care-Expenses. Tax-payes have the right tha their money is not being wasted in any kind. Conservative politic has to be reinforced in the world. No socialism. sincerely. Welcome to Berlin.

  • Auch das noch.
    Ich muß mal sehen, ob ich noch ein paar faule Eier habe.

  • Mr. Romney bleiben Sie zu Hause

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