US-Wahlkampf
Romney verteidigt seine Religiosität

Ohne religiöses Bekenntnis haben Politiker in Amerikas Süden wenig Chancen. Doch Mitt Romney steckt in einem Dilemma: Zum Einen will er bei den Radikalen punkten, zum Anderen gilt er bei vielen nicht als echter Christ.
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LynchburgDer republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney hat in einer Rede an einer christlich-konservativen US-Universität um die Gunst evangelikaler Wähler gebuhlt und dabei seine Ablehnung der Homo-Ehe bekräftigt. „Die Eheschließung ist eine Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau“, erklärte er vor Studenten der Liberty Universität in Lynchburg. Romney ging allerdings kaum auf seinen unter US-Evangelikalen umstrittenen mormonischen Glauben ein, sondern betonte stattdessen den Wert der Familie und harter Arbeit.

Die Liberty Universität im US-Staat Virgina gilt republikanischen Politikern traditionell als wichtige Anlaufstelle, um Anhänger der religiösen Rechte auf ihre Seite zu ziehen. Gegründet wurde die Einrichtung im US-Staat Virginia im Jahr 1971 vom Fernsehevangelisten Jerry Falwell, der als einer der wichtigsten Vertreter der Evangelikalen in den USA galt.

Mit seiner jüngste Rede an der Liberty Universität sollte Romney nach dem Willen seines Wahlkampfteams vor allem bei jenen konservativen Republikanern punkten, die im Vorwahlkampf bislang noch mit ihm fremdeln. Denn neben seiner früheren Unterstützung für Abtreibungsrechte wird auch gerade der mormonische Glaube des voraussichtlichen Präsidentschaftskandidaten mit Misstrauen beäugt. Viele strenggläubige Christen lehnen das Mormonentum als skurrilen Kult ab.

Entsprechend gab sich Romney in seiner Rede versöhnlich: Männer und Frauen jeglicher Glaubensrichtungen und gute Menschen mit keinem Glauben strebten ernsthaft danach, das Richtige zu tun und ein zielgerichtetes Leben zu führen, sagte er den Studenten. Zuletzt war Romney wegen seinem Verhalten gegenüber homosexuellen Mitschülern während seiner Schulzeit in die Kritik geraten.

Zuvor hatte sich Barack Obama am Mittwoch als erster US-Präsident öffentlich für gleichgeschlechtliche Ehen ausgesprochen. In seiner wöchentlichen Radio- und Internetansprache ging Obama jedoch nicht auf sein historisches Eintreten für die Rechte von Schwulen und Lesben ein. Stattdessen rief er die Kongressabgeordneten auf, eine „To-Do-Liste“ aus Steuervergünstigungen, Erleichterungen für Hypothekenkredite und andere Initiativen in Angriff zu nehmen. Diese Maßnahmen würden für Jobwachstum sorgen und Familien der Mittelschicht in Zeiten einer lahmenden Konjunktur unterstützen, erklärte Obama.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " US-Wahlkampf: Romney verteidigt seine Religiosität"

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  • . . und diese Amis erdreisten sich, moralische Ansprüche in der Welt zu bewerten? Diese christlichen Radikalinskis sind genauso gefährlich wie Osama bin Laden es war. Wenn so etwas auch noch über Atomwaffen befehlen darf, oh mein Gott hilf.

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