US-Wahlkampf
Romney wirft Obama-Lager „unehrliche“ Angriffe vor

Der Ton im US-Wahlkampf wird rauer. Zuerst wirft Amtsinhaber Barack Obama seinem Konkurrenten „extreme Positionen“ vor. Jetzt wehrt sich Mitt Romney: „Das Weiße haus sinkt tiefer und tiefer.“
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WashingtonKurz vor seiner offiziellen Kür zum Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner hat Mitt Romney unzulässige Angriffe des Lagers von Amtsinhaber Barack Obama beklagt. Er habe zwar "viele Schwächen", die zuletzt gegen seine Person geführten Attacken seien aber "fehlgeleitet" und "unehrlich", sagte er in einem am späten Sonntagabend veröffentlichten Interview mit der Zeitung "USA Today". "Das hat mich überrascht. Ich dachte, sie würden mich wegen Dingen verfolgen, die stimmen, die ich falsch gemacht habe. Aber statt dessen sind es absurde Sachen."

Der frühere Finanzinvestor Romney nannte als Beispiel die Behauptung des demokratischen Mehrheitsführers im Senat, Harry Reid, dass er in den vergangenen zehn Jahren keine Steuern gezahlt habe. Außerdem verwies er auf US-Vizepräsident Joe Biden, der gewarnt hatte, dass ein Sieg der Republikaner dazu führen könne, dass Menschen wieder "in Ketten" gelegt würden. "Das Weiße Haus sinkt immer tiefer und tiefer und tiefer", sagte Romney. "Die Menschen in Amerika wissen, dass das eine wichtige Wahl ist, und sie verdienen Besseres."

Romney soll diese Woche auf dem Parteitag der Republikaner in Tampa im US-Bundesstaat Florida offiziell zum Herausforderer Obamas gekürt werden. Der Beginn des Treffens musste wegen des Tropensturms "Isaac" aber um einen Tag auf Dienstag verschoben werden.

Zuvor hieß es, US-Präsident Barack Obama solle seinen designierten Herausforderer Mitt Romney auch persönlich nicht ausstehen können. Wie in politischen Kreisen in Washington gemunkelt wird, will Obama schon allein deshalb die US-Präsidentenwahl in knapp zehn Wochen für sich entscheiden. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP bezeichnete er diese Gerüchte als Gerede, er kenne Romney persönlich gar nicht so gut. Aber was ihre politischen Ansichten angehe, lägen sie allerdings weit auseinander.

Romney vertrete "extreme Positionen" in wirtschaftlichen und sozialen Fragen, warf Obama dem Republikaner in dem am Samstag veröffentlichten Interview vor. Darin buhlte der Amtsinhaber, der in jüngsten Umfragen mit Romney fast gleich auf liegt, vor allem um die registrierten Wähler, die noch unentschlossen sind und somit wahlentscheidend sein dürften: immerhin fast ein Viertel.

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Obama: „Romney vertritt extreme Positionen“

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  • Das sind doch nur Brot und Spiele für das Volk.


    Würde der amerikanische Staat (und damit meine ich nicht die korrupten Politiker)), wie es ihm eigentlich zustände, sein eigenes Geld aus der Luft schöpfen und dieses Monopol NICHT den Privatbanken überlassen,müsste er es sich nicht für teures Geld = ZinsesZins borgen und die Amerikaner bräuchten dann ALLE KEINE Steuern zu bezahlen. Vor allem hätten sie dann KEINE SCHULDEN mehr.

    Ihr GANZES Leben würde dann nicht von der korrupten Politik, und schon gar nicht mehr von den korrupten Banken bestimmt. Das einzigartige Betrugssysten hätte endlich ein Ende und die Krise wäre vorbei. Abraham Lincoln und zuletzt JFK wollten dieses System schon mal einführen.

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