US-Wahlkampf Trump ist Präsidentschaftskandidat der Republikaner

Es ist unumstößlich: Am letzten Abend des viertätigen Konvents hat Donald Trump die Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner angenommen. Seine Partei ruft er auf, nun eng zusammenzustehen und gemeinsam zu kämpfen.
Update: 22.07.2016 - 04:42 Uhr
Donald Trump hat die Nominierung als Präsidentschaftskandidat seiner Partei angenommen. Quelle: AFP
Donald Trump

Donald Trump hat die Nominierung als Präsidentschaftskandidat seiner Partei angenommen.

(Foto: AFP)

Der Immobilienmilliardär Donald Trump geht als Kandidat der US-Republikaner in die Präsidentenwahl am 8. November. Trump, der noch nie ein politisches Amt bekleidet hat, nahm am späten Donnerstagabend in Cleveland unter großem Jubel zum Ende des viertägigen Konvents die Nominierung seiner Partei an.

Im Ringen um das mächtigste Amt der Welt wird Trump (70) gegen die Demokratin Hillary Clinton (68) antreten, die nach aller Voraussicht in der kommenden Woche in Philadelphia vom Konvent der Demokraten als Kandidatin nominiert werden wird.

Trump hatte seine Bewerbung vor 13 Monaten angekündigt. Wegen seines lautstarken Auftretens, seiner Frisur und nicht vorhandener politischer Erfahrung wurde seine Kampagne monatelang belächelt. Seine Kandidatur ist Krönung eines beispiellosen Vorwahlkampfs.

An Trumps Ausfällen gegen Immigranten, Frauen oder innerparteiliche Gegner gibt es anhaltende Kritik. Seine außenpolitischen Äußerungen und ein Kurs des „Amerika zuerst“ befremden viele rund um den Globus.

Trotz umstrittener Positionen setzte sich Trump in seiner Partei früh an die Spitze der Umfragen, die er bis zuletzt nicht mehr hergeben sollte.

Der politische Seiteneinsteiger setzte sich in einem ungewöhnlich breiten Bewerberfeld aus 17 republikanischen Mitbewerbern durch. In den Vorwahlen aller Bundesstaaten schlug er auch reihenweise Kandidaten des Parteiestablishments aus dem Feld, das Trumps Kandidatur lange nicht ernst nehmen wollte.

Das ist die neue Familie im Weißen Haus
Familie Trump bei Siegeskundgebung
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Der 45. Präsident der USA heißt Donald Trump – und die First Lady Melania. Für den Wahlsieger spielte seine Familie eine wichtige Rolle im Wahlkampf. Denn Donald Trump misstraut den meisten politischen Beratern. Nur seine engsten Angehörigen dürfen ihm ihre Meinung sagen und Ratschläge abgeben. Ob er auch als nächster Präsident der USA auf seine Familie setzt? Die neue Familie im Weißen Haus im Überblick.

Ivanka Trump
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Trumps Tochter Ivanka zeichnete im Wahlkampf ihres Vaters das Bild eines Menschen mit unglaublichen Fähigkeiten für die USA. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter soll so stark sein, dass sich US-Medien zeitweise ernsthaft mit der Möglichkeit beschäftigten, dass Trump seine Tochter zu seiner Stellvertreterin ernennen könnte. Die 34-Jährige zielte vor allem auf weibliche Wähler ab. Sie hat Wirtschaft studiert und führt gemeinsam mit Donald und Eric das operative Geschäft bei der Trump Organization. Ivanka Trump ist die Tochter von Trumps Ex-Frau Ivana.

Donald Trump Jr
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„Es ist mir eine Ehre, heute Abend in der Lage zu sein, Donald Trump über die nötige Hürde der Delegiertenstimmen zu verhelfen.“ Das sagte Donald Trump Jr. in Cleveland bei der Bekanntgabe der Delegiertenstimmen aus Trumps Heimatstaat New York. Diese verhalfen dem Präsidentschaftskandidaten formal zur Mehrheit in den Vorwahlen. „Glückwunsch, Dad. Wir lieben dich!“, rief er. Donald Trump Jr. ist der älteste Sohn des Kandidaten und Vizepräsident der Trump Organization. Studiert hat er genauso wie seine Halbschwester Tiffany in Philadelphia. Trump ist seit 2005 mit Vanessa Haydon verheiratet und hat fünf Kinder.

Tiffany Trump
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Trumps jüngste Tochter, Tiffany Trump, empfahl ihren Vater in ihrer Parteitagsrede als „natürlichen Mutmacher.“ Er habe sie dazu motiviert, ihr Bestes zu geben, sagte die 22-Jährige. Vor den Delegierten legte sie während der Vorwahlen zudem Zeugnis über den Charakter ihres Vaters ab...

Tiffany Trump
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Es sei Trumps Art, nie zurückzuweichen oder sich von Angst blockieren zu lassen, sagte Tiffany Trump. Ihr Vater würde nie jemandem raten, Ansprüche herunterzuschrauben oder einen Traum aufzugeben. Die 22-Jährige ging aus der Ehe mit der Schauspielerin Marla Maples hervor, mit der Donald Trump von 1993 bis 1999 verheiratet war. Tiffany Trump hat in diesem Jahr ihren Abschluss an der Universität von Pennsylvania gemacht. Ihr gehören drei Trump-Gebäude.

Eric Trump
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Auch Eric Trump hielt eine Rede auf seinen Vater. Er ist der Sohn von Ivana Trump, der ersten Ehefrau des Milliardärs.

Eric Trump
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Seine Ehefrau Lara Yunaska stand ihm bei jeder Wahlkampfveranstaltung seines Vaters zur Seite. Eric ist der Sohn von Ivana Trump, Trumps erster Ehefrau. Im Jahr 2012 wurde Eric vom „Forbes“-Magazin zu einem der Top 30-Immobiliengurus gekürt. Er leitet gemeinsam mit seinen Geschwistern das Trump-Imperium und ist Gründer.

Die meiste Zustimmung für den Unternehmer kommt aus der weißen Mittelschicht, aber er konnte sein Elektorat auch weit in andere Bevölkerungsgruppen ausweiten. Seinen Anhängern gilt er als Verkörperung eines Neuanfangs und einer Überwindung einer politischen Lähmung in Washington. Neben populistischen Aussagen ist über konkrete politische Vorhaben oder Programmatik bisher wenig bekannt.

Noch nie in der US-Geschichte waren die Kandidaten beider großer Parteien laut Umfragen gleichermaßen so unbeliebt. Viele Republikaner zweifeln an den Erfolgaussichten seiner Kandidatur. Die Partei geht innerlich zerrissen in die heiße Phase des Wahlkampfs.

  • dpa
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