US-Wahlkampf
Unterstützung per SMS

Präsident Obama setzt auf neue Wahlkampfmethoden: Bis zu zehn Dollar können Bürger jetzt per SMS an ihn spenden. Sein Konkurrent Mitt Romney will bald nachziehen. Derzeit laufen noch Verhandlungen mit Mobilfunkanbietern.
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WashingtonIm millionenschweren US-Wahlkampf setzt Präsident Barack Obama auf eine neue Methode, um zusätzliche Spenden einzusammeln: Die Unterstützer des Demokraten können bald per SMS seine Kampagne finanziell unterstützen. Wie Obamas Wahlkampfteam am Donnerstag mitteilte, laufen letzte Verhandlungen mit Mobilfunkanbietern - darunter auch T-Mobile USA, um noch in dieser Woche den Weg für Spenden per Handy frei zu machen. In Werbespots und auf Flugblättern soll in den kommenden Tagen dazu aufgerufen werden, den Text "give" (dt. "geben") an die Nummer 62262 zu schicken. Diese entspricht auf der Tastatur der Buchstabenkette "Obama". Ein Sprecher der Republikaner kündigte an, auch ihr Kandidat Mitt Romney werde bald mit der Nummer 466488 ("GoMitt") nachziehen.

In den USA gibt es über 330 Millionen Mobilfunkverträge und damit mehr als einen pro Bürger. Dem Pew Research Center zufolge besitzen neun von zehn erwachsenen Amerikanern mindestens ein Handy, drei Viertel davon schreiben damit auch SMS. Die meisten Botschaften schicken dabei Schwarze und Hispanics - zwei Bevölkerungsgruppen, die eher Demokraten wählen. Unternehmen, Kinder und Jugendliche sowie Ausländer werden nicht per SMS spenden dürfen. Die Beträge sind gedeckelt: Pro Textnachricht dürfen höchstens zehn Dollar gespendet werden, pro Monat 50 Dollar und insgesamt je Kandidat 200 Dollar.

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