US-Wahlkampf
Virginia hat Gingrich und Perry nicht auf dem Zettel

Im März werden die Mitglieder der Republikanischen Partei in den USA ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl bestimmen. Ausgerechnet in einem wichtigen Bundesstaat bleiben zwei bisherige Favoriten außen vor.
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Washington/New YorkZwei führende Republikaner sind bei ihrem Kampf um die US-Präsidentschaftskandidatur ins Stolpern geraten. Sowohl der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich als auch der texanische Gouverneur Rick Perry schafften es für die parteiinterne Vorwahl am 6. März im Bundesstaat Virginia nicht auf die Wahlzettel.

Beide hätten nicht die erforderlichen 10.000 Unterschriften von Bürgern des Staates aufbringen können, um an der sogenannten Primary teilnehmen zu dürfen, berichteten US-Medien am Samstag. Sie müssten damit im Nominierungsprozess auf die vielen Delegiertenstimmen aus Virginia verzichten, die im Falle eines ganz knappen Rennens entscheidend sein könnten.

Dem „Wall Street Journal“ zufolge hatten zwar sowohl Gingrich als auch Perry am Donnerstag mehr als 11.000 Unterschriften eingereicht. Aber die Partei entschied am späten Freitag Abend, dass nicht genügend Unterschriften gültig seien. Dieses Problem hatten die Republikaner bereits befürchtet; die Parteifunktionäre hatten bereits vor Wochen bei den Kandidaten dafür geworben, mindestens 15.000 Unterschriften einzureichen, um eine ausreichende Anzahl gültiger Unterschriften sicherzustellen.

Virginia kommt bei den Vorwahlen der Republikaner eine Schlüsselrolle zu. In der Regel wird dort bei der Präsidentenwahl für republikanische Kandidaten gestimmt; 2008 jedoch konnte der Demokrat Barack Obama dort gewinnen.

Insbesondere für Gingrich, der das Bewerberfeld zur Zeit in vielen Umfragen anführt, könnte dies ein empfindlicher Schlag sein. Gingrich lebt in Virginia, auch der Sitz seines Wahlkampfteams befindet sich dort. Seine härtesten Konkurrenten Mitt Romney, Ex-Gouverneur von Massachusetts, und der Kongressabgeordnete Ron Paul sind bei der Virginia-Wahl dabei.

Die momentan aussichtslosen Bewerber Jon Huntsman, Michele Bachmann and Rick Santorum schafften es dagegen ebenfalls nicht auf den Wahlzettel.

Die Vorwahlen in den USA sind eine ganz besondere Form der basisdemokratischen Kandidatenkür. Da Obama erneut antritt, durchlaufen nur die republikanischen Bewerber das komplizierte Abstimmungsverfahren. Nach dem Auftakt am 3. Januar in Iowa folgen Vorwahlen in dichtem Takt, ehe am 6. März in mehr als zehn Bundesstaaten, darunter Virginia, abgestimmt wird. Bei diesem so genannten Super-Dienstag kristallisiert sich oft ein klarer Favorit heraus.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Annika Reinert
Petrina Engelke
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " US-Wahlkampf: Virginia hat Gingrich und Perry nicht auf dem Zettel"

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  • wth is ron paul?
    Focussed on gingrich werden die republikaner mit ihrem derzeitigen Kurs den weiteren Untergang ihrer eigenen party lediglich fortsetzen.
    as used.
    my prob?
    their prob.
    n they re working on with....

  • Wenn Ron Paul gewinnt wandere ich in die USA aus

  • Nichts zu lesen von Ron Paul? Sehr unehrlich, Handelsblatt!

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