US-Wahlkampf
Wie Barack Obama Wandel definiert

Ein Mann, ein Wort: Der US-Präsident besinnt sich auf das, was er einmal versprochen hat. Schien Barack Obama zuletzt das Wohlwollen der amerikanischen Wähler verspielt zu haben, liegt er jetzt in einer Umfrage vorn.
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WashingtonErstmals hat US-Präsident Barack Obama gegenüber seinen potenziellen republikanischen Herausforderern in Wahl-Umfragen zugelegt. Einer am Montag veröffentlichten Erhebung der Washington Post und von ABC News zufolge würde Obama gegenwärtig 51 Prozent der Stimmen erhalten, der führende Republikaner Mitt Romney würde ihm mit 45 Prozent folgen.

Noch deutlicher war der Vorsprung zu Newt Gingrich mit 54 zu 43 Prozent. Als ein Grund für Obamas besseres Abschneiden gelten ermutigende Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten.

„Ich habe mir eine zweite Amtszeit verdient, aber wir sind noch nicht fertig“, sagt Obama in einem Interview mit dem Fernsehsender NBC. Dabei bezog er sich auf eine Aussage von 2009. Damals hatte er angesichts von 750.000 verlorenen Arbeitsplätzen im Monat gesagt, wenn er es nicht in drei Jahren schaffen würde, die Wirtschaft in Ordnung zu bringen, würde dies eine Einzel-Amtszeit.

Nun hingeben brächte die US-Wirtschaft neue Arbeitsplätze hervor. „Wir haben Fortschritte gemacht, und jetzt müssen wir sicherstellen, dass wir nicht eine neue Richtung einschlagen, die diesen Fortschritt zunichte machten könnte“, sagte er in dem Interview, das in der „Today“-Show ausgestrahlt wurde.

Auch an anderer Stelle besinnt sich Barack Obama auf das, was er einmal angekündigt hatte. Im November 2008 konnte er mit der Botschaft „Hoffnung und Wandel“ das Weiße Haus erobern. Über sein zentrales Versprechen legt der US-Präsident nun im beginnenden Wahlkampf Rechenschaft ab - auf T-Shirts.

Auf der Vorderseite der schwarzen Hemden, die für 30 Dollar (23 Euro) auf der Internetseite Obamas zu kaufen sind, prangt das Foto des Präsidenten, der den Blick in die Ferne schweifen lässt. Auf der Rückseite stehen unter dem blauen Schriftzug „Wandel ist“ eine Reihe von Errungenschaften aus der ersten Amtszeit Obamas. Als Belege für den versprochenen Wandel werden auf dem T-Shirt unter anderem der Abzug der US-Truppen aus dem Irak, die Gesundheitsreform, striktere Regeln für die Wall Street und die Rettung der US-Autoindustrie angeführt.

Außerdem brüstet sich Obamas Wahlkampfteam damit, dass Homosexuelle nun offen in der US-Armee dienen können. „Tragt dieses T-Shirt, um Eure Freunde und Nachbarn daran zu erinnern, was wir schon erreicht haben und warum wir weiter am Wandel arbeiten müssen“, heißt es auf der Internetseite Obamas, der sich im November zur Wiederwahl stellt.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Annika Reinert
Petrina Engelke
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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