US-Wirtschaft
Einbrechender US-Jobmarkt belastet Obama

Die US-Wirtschaft stürzt immer tiefer in die Rezession. Ökonomen beginnen ihre Prognosen erneut deutlich nach unten zu korrigieren, nachdem 2,6 Millionen Amerikaner innerhalb von nur vier Monaten ihren Job verloren haben. Niemals seit Aufnahme der Arbeitsmarkt-Statistiken 1939 hat es in der größten Volkswirtschaft der Welt einen derart rasanten Abschwung in den USA gegeben.

NEW YORK. "Die Geschwindigkeit des Niedergangs raubt einem den Atem", sagte Robert Barbera vom New Yorker Brokerhaus Investment Technology Group. Auch im Februar wurden wieder 651 000 Stellen gestrichen, nach 655 000 im Januar. Die Entlassungswellen kleiner und großer Unternehmen drücken seit Wochen auf die Stimmung an den Finanzmärkten und zerstören wegen ihrer Rückkopplungen auf den Privatkonsum die letzten Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Rezession. Erschwerend kommt hinzu, dass Amerikas Haushalte dramatische Einbußen am Immobilien- und Finanzmarkt hinnehmen mussten. Selbst diejenigen, die noch einen Job haben, schränken deshalb ihren Konsum ein.

Die Abwärtsspirale droht in den freien Fall überzugehen. Joseph LaVorgna von der Deutschen Bank erwartet einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Quartal von acht Prozent, nach einem Minus von 6,2 Prozent im Schlussquartal 2008. "Ohne jeglichen Wachstumsmotor werden sowohl der Arbeitsmarkt als auch die Wirtschaft für einige Zeit niedergeschlagen bleiben." Weil sich die Abwärtsrisiken deutlich erhöht hätten, könne die US-Konjunktur im Auftaktquartal sogar Richtung minus zehn Prozent laufen, warnte der New Yorker Ökonom.

Die alarmierende Lage erhöht den Druck auf US-Präsident Barack Obama, Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur noch entschiedener anzugehen. Die Arbeitslosigkeit ist mit 8,1 Prozent auf den höchsten Stand seit 25 Jahren geklettert. Damit hat sie bereits im Monat Februar ein Niveau erreicht, das im Weißen Haus als Durchschnittswert für das Jahr 2009 angenommen wurde. Deutsche Bank-Ökonom LaVorgna rechnet damit, dass die Rate bis Jahresende auf zehn Prozent ansteigen wird.

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