US-Wirtschaft
Obamas Ex-Berater pocht auf Steuersenkungen

Obamas ehemaliger Wirtschaftberater Larry Summer fordert weitere Steuerentlastungen, um eine Stagnation der US-Wirtschaft abzuwenden. Doch angesichts des immensen Haushaltslochs wird das schwierig.
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Washington Zur Ankurbelung der US-Konjunktur plädiert Präsident Barack Obamas ehemaliger Wirtschaftsberater Larry Summers für zusätzliche Steuererleichterungen. Es sei voreilig, die Maßnahmen Ende 2011 auslaufen zu lassen, argumentierte Summers am Sonntag in einem Gastkommentar für die Nachrichtenagentur Reuters. Ohne weitere Unterstützung drohe der amerikanischen Wirtschaft eine jahrelange Stagnation, wie sie Japan erlebt hat. Der Harvard-Professor forderte Steuerentlastungen sowohl für Arbeitgeber als auch für Angestellte. Derzeit erwägen Summers ehemalige Kollegen in Obamas Regierung lediglich Nachlässe bei der Einkommensteuer.

„Die Steuererleichterungen sollten fortgesetzt werden und sogar noch ausgebaut werden“, forderte Summers, der Obama während dessen ersten beiden Amtsjahren beriet und dann an die Harvard-Universität zurückkehrte. Die Maßnahmen würden etwas über 200 Milliarden Dollar kosten. Dafür könnten sie die Wirtschaftsleistung in den kommenden Jahren deutlich erhöhen, die Steuereinnahmen spürbar verbessern und so die Staatsausgaben senken, sagte Summers. Im Kongress debattieren Republikaner und Obamas Demokraten derzeit fieberhaft über Möglichkeiten, das immense US-Haushaltsdefizit zu verringern.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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