US-Zivilverwalter Paul Bremer: "Lage ist explosiv"
Irak: US-Soldaten töten Aufständische bei Nadschaf

Nahe der irakischen Stadt Nadschaf haben US-Soldaten bei Kämpfen Dutzende Aufständische getötet. Fernsehsender vor Ort berichteten am Dienstag, Verwundete stürben, weil es zu wenig Blutkonserven gebe.

HB NADSCHAF. Erst kurz zuvor hatten die USA dem Schiitenführer Moktada el Sadr ein Ultimatum gestellt, seine Mehdi-Miliz aus den Moscheen der Stadt zurückzuziehen. Ein US-Militärsprecher sagte, rund 64 Kämpfer seien getötet worden, der Großteil bei einem Angriff in der Nacht, nachdem US-Truppen ein Flugabwehrgeschütz entdeckt hätten. Die spanischen Truppen zogen sich derweil aus Nadschaf zurück. Bis zum 27. Mai sollen alle rund 1 400 spanischen Soldaten das Land verlassen haben.

Bei dem Einsatz gegen Milizionäre wurde nach Angaben von US-Militärvertretern ein AC-130-Kampfflugzeug eingesetzt - ein großes, mit Kanonen und Maschinengewehren schwer bewaffnetes Flugzeug. Anwohner berichteten, die US-Luftwaffe habe einen Miliz-Kontrollpunkt bei dem Ort Kufa, rund zehn Kilometer von Nadschaf entfernt, zerstört. US-Militärsprecher Mark Kimmitt sagte, die Freischärler hätten einen Panzer mit Panzerfäusten beschossen. Mitarbeiter von zwei Krankenhäuser zählten mindestens 23 Tote und 34 Verletzte.

US-Zivilverwalter Paul Bremer bezeichnete die Lage in Nadschaf als explosiv. Er hatte El Sadr aufgefordert, seine Miliz sofort aus Moscheen und Schulen abzuziehen. Die Besatzungstruppen würden diese Situation sicherlich nicht tolerieren, erklärte Bremer. Die US-Truppen wollen El Sadr gefangen nehmen oder töten.

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