US-Zwischenwahlen
Letzte Umfragen deuten Desaster für Demokraten an

Es wird eng für US-Präsident Barack Obama und seine Demokratische Partei. Letzte Umfragen vor den morgigen Zwischenwahlen bescheinigen ihnen eine historische Niederlage. Der Abstand zwischen den Parteien ist so groß wie zuletzt vor 36 Jahren, als die Amerikaner Richard Nixon satt hatten. Doch Obama gibt sich kämpferisch.
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HB WASHINGTON. Bei den US-Kongresswahlen droht der Demokratischen Partei von US-Präsident Barack Obama letzten Umfragen zufolge eine historische Niederlage. Demnach planen 55 Prozent der Amerikaner, am Dienstag für die Republikaner zu stimmen, teilte das Meinungsforschungsinstitut Gallup am Sonntagabend (Ortszeit) mit.

Die Demokraten kämen bei den Wahlen nur auf 40 Prozent der Stimmen. Damit lägen die Konservativen 15 Prozentpunkte vor der Obama-Partei. Einen ähnlich großen Vorsprung habe es zuletzt vor 36 Jahren gegeben, als die Republikaner im Zuge des Watergate-Skandals um den damaligen Präsidenten Richard Nixon von den Wählern abgestraft worden waren, schreibt "USA Today".

Auch andere Befragungen sehen die Republikaner vorn, allerdings etwas knapper. So rechnet das Pew Research Center mit einem Vorteil von 48 zu 42 Prozent für die Konservativen. Den Zahlen zufolge kann die Oppositionspartei vor allem im Abgeordnetenhaus auf einen Erdrutschsieg hoffen. Den Gallup-Forschern zufolge könnten sie dort sogar 60 oder mehr Sitze hinzugewinnen. Um die Mehrheit in der Kammer zu erreichen, müssen sie den Demokraten lediglich 39 Mandate abjagen.

Umkämpfter ist der Senat, in dem die Demokraten trotz der schlechten Umfragewerte eine ganz knappe Mehrheit behalten könnten. Von 51 dafür benötigten Sitzen scheinen ihnen bereits 48 sicher - in sieben Bundesstaaten ist das Rennen noch völlig offen.

Präsident Obama zeigte sich bis zuletzt kämpferisch. Zum Abschluss einer Wahlkampftour durch vier US-Staaten forderte er seine Zuhörer an der Universität von Cleveland in Ohio auf, die Hoffnung nicht zu verlieren. "Lassen Sie sich von niemandem sagen, dass dieser Kampf es nicht wert ist", sagte Obama. "Es war schon immer schwer, Dinge zu verändern."

Er selbst gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Demokraten entgegen aller Umfragen bei den Wahlen am Dienstag doch genug Mandate erringen, um die Reformen umzusetzen, die er während seines Präsidentschaftswahlkampfes versprochen hat.

Vor der Kundgebung in Ohio, an der auch Vizepräsident Joe Biden teilnahm, hatte Obama sich bereits in den umkämpften Staaten Pennsylvania, Connecticut und Illinois um Wählerstimmen bemüht. Danach kehrte er nach Washington zurück, um mit seinen zwei Töchtern und geladenen Kindern im Weißen Haus Halloween zu feiern.

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  • [3] Margrit Steer,
    jaja Frau Steer, was man so alles miteinander vergleichen kann oder es doch lieber nicht macht.
    Vergleichen Sie doch lieber den größten Dödel aller Zeiten, den (in Trinkerkreisen) hochverehrten Ex-Präsidenten mit Obama.
    Oder vergleichen Sie die zaristisch-bolchewistische
    Palin mit ihrer Lieblings-Exklavenmumie.
    Nee, Obama hat gute Arbeit geleistet, nur die alten Ölbarone, baumwollfarmer, Klukluxklan und Nazis können sich sich an einen schwarzen Präsidenten nicht gewöhnen. Sie raffen das frisch gedruckte Geld und verwenden es gegen Obama, statt Arbeitsplätze zu schaffen. bei dem Moscheenbau erwarten sie von Obama einen klaren Rechtsbruch und was Afghanistan angeht, das ist der heilige Krieg der Republikaner!
    Obama muß gewinnen, oder haben Sie auch etwas gegen die Sozialversicherung?!!!

  • Der Ärger und die Enttäuschung über die 9,7% , anhaltende Arbeitslosigkeit und die Welle an immobilienpleiten, die Millionen Amerikanern ihren amerikanischen Traum vom Eigenheim zerstörten, sitzt tief. Daher möchte das Volk den Regierenden einen Denkzettel verpassen. Dabei spielt es kaum eine Rolle, wer die Verantwortung für diesen traurigen Zustand trägt. Sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat werden sich die Amtsinhaber, laut Voraussage, eine blutige Nase holen. Ein Mehrheitswechsel im Senat liegt im bereich des Möglichen. Politische beobachter halten eine Übernahme von Repräsentantenhaus und Senat durch die Republikaner für eine der besten Lösungen für den Präsidenten da er sich dann an den radikalen Tea-Party Republikanern abarbeiten könnte. Es wäre eventuell zu erwarten, dass diese in der Euphorie des Erfolges überziehen und viele Amerikaner wieder aufwachen. Denn einen intelligenteren und intellektuelleren Präsidenten hat Amerika noch nie besessen. Aber seine pragmatische Politik spaltet die Nation. Er möchte den Amerikanern vermitteln, dass der "american way of life" der Vergangenheit angehört und die ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen neu definiert werden müssen. Aber die Amerikaner möchten ihren Traum endlos weiter träumen. Die bürger müssen umdenken. Jahrzehntelang hat man konsumiert als gäbe es kein Morgen. Dabei lebten sie auf Pump und haben einen gewaltigen Schuldenberg angehäuft. Zudem tilgen sie ihre Schulden nur selten. Viele zahlen lediglich die Zinsen für die Darlehen ihrer immobilien und erwerben oft kein Eigentum. bei Job-Verlust müssen sie daher nicht selten ihre Häuser aufgeben. Hr. bernanke, der FED Präsident, plant wieder die Dollarpressen anzuwerfen und das Land mit frischem Kapital flott machen. Allerdings wird dies lediglich die inflation anheizen, denn Dollars sind überall reichlich vorhanden. Auch bei fast 0% Zinsen für die Kreditaufnahme der Wirtschaft hat man die Möglichkeiten voll ausgeschöpft und den Schwamm bis auf den letzten Tropfen ausgepresst. Somit wird Hr. Obama das alles beherrschende Problem, die Arbeitslosigkeit, nicht kurzfristig in den Griff bekommen. Auch mit seiner prompten Reaktion auf die bombenbedrohung wird er das Ruder nicht mehr herumwerfen können. Die Republikaner sind im Vormarsch und werden den Präsidenten, trotz seiner Appelle an ihre Solidarität, auch nicht zum Wohle des Landes unterstützen. Der Präsident hat viele unabhängige Wähler verloren. Das Lager der Wähler, die nicht an eine Partei gebunden sind, wird immer größer. Seine aktivistische Phase ist vorbei. Gesundheitsreform und bankendisziplinierung sind auf dem Weg und immer noch in der Diskussion. Das Volk braucht eine glaubhafte Zukunftsperspektive. Daher ist die Symbolik der politischen Führung mit positiven Akzenten von immenser bedeutung. Denn Amerika ist immer noch ein starkes Land, besitzt hervorragende Universitäten, hat gut ausgebildete Facharbeiter und wird von hoch qualifizierten Einwanderern bevorzugt. All dies muss nur zu einem Gesamtpaket des Selbstbewusstseins und des Glaubens an die Zukunft geschnürt werden. Sollten die Republikaner gewinnen, werden sie die positiven Ansätze der Obama-Politik blockieren und somit auch die angestrebten Lösungen verhindern. Somit schadet sich das Volk unbewusst selbst. Fr. Palin, die die rechte Tea-Party-bewegung anführt kann Hr. Obama das Wasser nicht reichen, aber sie trifft genau den Ton aller konservativen Amerikaner. ich hoffe, dass sie keine politische Karriere mehr anstrebt, da mir ihre Darstellung im letzten Wahlkampf eigentlich nur durch Dilettantismus und Peinlichkeiten in Erinnerung ist. Die Amerikaner sollten dem Präsidenten noch eine Chance geben, denn die Altlasten von Hr. bush wiegen schwer. Auf jeden Fall sagen die Kongresswahlen wenig über die Zukunft des Präsidenten voraus. Ronald Reagan hatte vor den Midterms 1982 lediglich 36%. Zwei Jahre später triumphierte er in fast allen bundesstaaten.

  • Seine Wahl damals war doch vergleichbar mit der Wahl Merkels 2005.
    Hier wurde geschrien "ach was sind wir modern, endlich eine Frau und dann noch aus dem Osten, nein wie toll, was ist Deutschalnd modern"
    in den USA war es so "Die USA hat alles überwunden, die Rassentrennung ist vorbei, was ist sie aufgeklärt, ein Schwarzer wird Präsident"
    Das Jubeln war sogar hier bei einigen Emanzen.
    Ja wenn bürger -auch wir- nicht mehr Kriterien an unsere Staatsoberhäupter anlegen, dann müsen wir uns anschließend nicht wundern.
    Obama hielt schon eine Rede in berlin als er noch gar nicht gewählt war, das hat vor ihm noch keiner gemacht, ich persönlich fand es damals schon ein wenig daneben.
    Und die verblödeten Deutschen jubelten ihm zu nur weil er sagte "Yes we can" Die Mehrheit die da in berlin stand, konnte wahrscheinlich nicht mal Englisch, haben also gar nicht verstanden was er sagte, aber sie jubelten. mein Gott, das ist erschreckend

    Und was hat er denn gemacht in seiner Amtszeit?
    Vollmundig von der Schließung Guantanamos geredet, bis heute aber finden dort Prozesse vor Militärgerichten statt, von Schließung kann gar keine Rede sein, bis auf zwei die er Deutschland aufs Auge gedrückt hat. Und Dummdeutschland hat die auch eilfertig genommen.
    Hinzu kommt, dass sich der US-Krieg mittlerweile doch ausweitet bis nach Pakistan. Die Truppen in Afghanistan wurden aufgestockt, also von Ende kann auch da keine Rede sein. Wie viele Soldaten müssen dort noch sterben für einen total unsinnigen Krieg?
    Hier zeigt er sehr deutlich für meine begriffe, dass er überforert ist und nicht weiß wie er mit dieser Sache umgehen soll.

    Den Nah-Ostkonflikt bekommt er nicht mal annähernd in den Griff, weil er sich auch nicht selbst kümmert. Er schickt seine Außenministerin nach israel und Palästina.
    Verdammt, da gehört er selbst hin

    Sein eklatanter Fehltritt mit der Moschee am Ground Cero. Also man muß nicht moslemfeindlich sein, aber ausgerechnet da eine Moschee zu bauen ist schon taktlos genug, und dann ein Präsident, der das noch gut befindet. Also hieer fehlte offenbar jedes Taktgefühl für die Gefühle der Amerikaner. Oder kommt da eben doch durch, dass er mal Moslem war? /vielleicht noch ist?)

    Die Sache mit dem iran hätten, so glaube ich, Clinton und Kennedy sowie auch der alte bush, auch anders gehändelt, nämlich etwas diplomatischer und nicht ständig verbal via Medien.
    Da fliegt man mal hin und spricht.
    Dieses Gepolter über die Medien und ständig Embargodrohungen machen keinen guten Eindruck.
    Da muß ich mich fragen, wissen unsere Politiker eigentlich noch was Diplomatie ist?
    Denn Merkel macht es ja auch so

    Also ein Mann, der sicher sehr intelligent ist, aber auch nicht weltläufig genug, bis zum Amtsantritt hat er auch nie über den Tellerrand geschaut.
    Und es fehlt ihm etwas (vergleichbar auch wieder mit Merkel) er ist volksfremd. Er kommt nicht an, er ist hölzern, er nimmt die Menschen nicht mit.
    "Yes we can" alleine genügt nicht
    "What can you and what make you?"
    die Frage muß ja jetzt gestellt werden.

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