USA
Benghasi-Bericht erhöht Druck auf Hillary Clinton

Hillary Clinton sieht sich weiterhin durch die Opposition unter Druck gesetzt: In einem am Dienstag vorgelegten Bericht zum Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Benghasi werfen ihr Republikaner Versagen vor.

WashingtonDie Republikaner im US-Kongress haben der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton schwere Versäumnisse im Zusammenhang mit dem tödlichen Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Benghasi im Jahr 2012 vorgeworfen. Der am Dienstag vorgelegte 800 Seiten starke Bericht dürfte die Clinton, die damals Außenministerin war, weiter unter Druck setzten.

Darin heißt es, Clinton habe dabei versagt, US-Diplomaten zu schützen. Bei dem Anschlag waren vier Amerikaner getötet worden. Zudem hätten Clinton und ihre Mitarbeiter in einem Untersuchungsausschuss des Kongresses zu den Vorfällen auf „beschämende Weise“ Informationen zurückgehalten.

Das US-Präsidialamt und die Demokraten warfen den Republikanern vor, mit dem Bericht Stimmung gegen Clinton machen zu wollen, die bei der Präsidentenwahl am 8. November voraussichtlich gegen den Republikaner Donald Trump antritt. Trump hat Clinton immer wieder für den Tod des US-Botschafters in Libyen, Chris Stevens, und drei weitere US-Bürger bei einem Milizen-Angriff verantwortlich gemacht.

Clinton wird auch durch eine E-Mail-Affäre belastet. Sie hatte in ihrer Zeit als Außenministerin einen privaten Server für dienstliche Mails benutzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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