USA-Besuch

Demonstrierte Einigkeit

Krisen schweißen zusammen: So auch US-Präsident Obama und Bundeskanzlerin Merkel. Gemeinsam wollen sie die Schuldenkrise in der Eurozone eindämmen. Deutschland nimmt dabei für Obama eine Schlüsselrolle ein.
23 Kommentare
Man versteht sich: Kanzlerin Merkel und US-Präsident Obama bei einem gemeinsamen Abendessen. Quelle: Reuters

Man versteht sich: Kanzlerin Merkel und US-Präsident Obama bei einem gemeinsamen Abendessen.

(Foto: Reuters)

Washington Koordinierte Anstrengungen seien für die konjunkturelle Erholung weltweit bedeutsam, sagte Obama am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Kanzlerin in Washington. „Deutschland ist dabei ein Schlüsselland“, betonte Obama mit Blick auf die Debatte über zusätzliche Finanzhilfen für das überschuldete Griechenland.

Merkel und Obama betonten ihre Übereinstimmung darin, dass die Krise eingedämmt werden müsse. Der US-Präsident wies der Kanzlerin hier eine entscheidende Rolle zu. „Ich vertraue darauf, dass die deutsche Führung und die Hilfe anderer uns auf den Weg bringen werden, der Griechenland wieder Wachstum bringt.“ Dafür seien aber Zeit und Geduld nötig. Hintergrund ist das Drängen der US-Regierung, Griechenland auf jeden Fall zu helfen, weil man nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers eine neue Finanzkrise befürchtet.

Großauflauf bei der Ankunft Merkels vor dem Weißen Haus. Quelle: Reuters

Großauflauf bei der Ankunft Merkels vor dem Weißen Haus.

(Foto: Reuters)

„Wir sind uns unserer Verantwortung für die Weltwirtschaft bewusst“, betonte auch Merkel. „Wenn der Euro als Ganzes in Gefahr ist, ist es das deutsche Interesse zu helfen, um den wirtschaftlichen Aufschwung nicht zu gefährden.“ Es gebe eine europäische Verantwortung, die man gemeinsam mit dem IWF wahrnehme. Der US-Präsident betonte, sein Land sei bereit zu helfen, entweder bilateral oder über den Internationalen Währungsfonds, dessen größter Anteilseigner die USA sind.

Merkel pocht auf nachhaltige Hilfen

Zugleich verteidigte Merkel aber den deutschen Ansatz, im Gegenzug für Hilfe auf steigende Wettbewerbsfähigkeit der in Not geratenen Euroländer zu achten. Die Hilfe müsse nachhaltig sein. „Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit Europas“, betonte sie und verwies auf die zunehmende Konkurrenz der Schwellenländer. Angesichts der Ängste, die Bundesrepublik könne sich von einem proeuropäischen Kurs entfernen, betonte sie zugleich: „Für Deutschland ist Europa nicht nur unverzichtbar, sondern Teil unsere Identität.“

Zurückhaltend äußerte sich Obama zu der etwa vom Bundesfinanzministerium forcierten Idee, dass sich auch private Gläubiger „freiwillig“ an der Lösung des griechischen Schuldenproblems beteiligen sollen. Sicher sollten sich die Banken mit den Regierungen zusammensetzen, um zu prüfen, ob sie einen Beitrag leisten können. „Aber eine Spirale der Zahlungsunfähigkeit wäre eine Katastrophe“, mahnte Obama. Hintergrund ist die Mahnung etwa von Ratingagenturen, dass bereits die Verlängerung von Griechenlandanleihen als Staatsbankrott, gewertet werden müsse.

 

  • rtr
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23 Kommentare zu "USA-Besuch: Merkel und Obama wollen Euro-Schuldensumpf trockenlegen "

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  • Traurig, traurig,
    wer immer auch das entschied.
    Liebes Handelsblatt, wenn es in der BRD unter anderem günstigen Sprit für die Autos gibt, liegt das auch immer ein "Bisschen" am amerikanischen Militär, ich hoffe daß sie wenigstens einer Meinung mit mir sind.

  • Spitzensteuersatz rauf, MWST rauf, Renteneintrittsalter rauf, Abgaben rauf, Inflationsrate rauf... alles natürlich alternativlos. Michel arbeitet und zahlt, zum Demonstrieren zu müde und zu frustriert überlässt er das Aufbegehren den Lehrern und Beamten, die sich an Stuttgart-21 und Atomausstieg und anderen Nebenkriegsschauplätzen abarbeiten und die Zeitungen füllen.

  • Die USA machen den ganzen Aufwand bei diesem Besuch nicht umsonst - sie erwarten eine Menge von Deutschland.
    Und das z.B. (war an anderer STelle zu lesen u fehlt hier leider) war eine wichtige Stelle:
    "Obama sagte auch, dass es für die USA „katastrophal“ wäre, wenn der Euro ins Trudeln geriete, und zählt auf Merkels Politik, damit eine schwere Euro-Krise verhindert werde."
    Ich glaube hier sind schon manche Entscheidungen getroffen worden.
    Auch zu Libyen sagte Obama "nach einem Sturz von Gaddafi gäbe es viel zu tun und dabei zähle er auf die robuste Unterstützung Deutschlands“.
    Wir werden sehen wie es kommt.

  • Ha, die Wölfin frißt Kreide...
    Ist ihr immer noch nicht klar, daß einzig das Lohndumping in D uns den Exportvorteil - zu Lasten der meisten PIGS - verschafft hat ? Und jetzt die Wende (ha,ha) um 180 Grad?
    Zu spät, das Vertrauen der Märkt ist weg.

  • In einem Zinseszinssystem gibt es keine Lösung. Das wissen alle Politiker in höheren Positionen, man will nur den Crash bis 2012 hinauszögern. Dann wirds wohl überall Bürgerkriege und Chaos geben und die Menschen erkennen, dass man Ipods, Tatoos und Piercings nicht essen kann. Und das der Superstar,das Supermodel und der Superkoch keine Warnungen und Ratschläge gegeben haben.

  • JUHU!!

    Versaille II damit besiegelt!

    Hochverräterin Merkel aka IM ERIKA lässt den dummen Michel blechen bis der Crash kommt.

  • Zum Abschluß und als gutes nacht Wort.

    Meine oberste Maxime im meinem Leben ist nun mehr folgendes geworden:


    WENDE NIE MALS IN DEINEM LEBEN HALWISSEN AN. SELBST 90%IGES WISSEN KANN HÄUFIGER FATAL SEIN ALS 0%WISSEN. DENN MIT 0%WISSEN VERSUCHT AUCH NIEMAND FRAU MERKEL ODER SONST WER IN EINEM HOHEN AMT ODER WÜRDEN ZU SEIN. DENN WER NICHTS WEISS UND DADURCH NICHTS MACHT; MACHT AUCH KEINE FEHLER.


    Eure Elite hat zu viel Halbwissen, ist aber für euch als Volk auch nicht sehr schmeichelhaft.


  • Achso all das was du als neu und innovativ bezeichnest ist im Prinzip mehrere Jahrzehnte oder gar jahrhunderte alt.
    Und? Erkennst Du nun was die wesentlich "billigere" Energie ist ?


    Wie biilig diese Energie von Heute war oder als solche betrachtet wurde, würde ich gerne noch einmal mit dir in 50 Jahren erörtern. Aber leider ist dafür mein Leben zu kurz.

  • "anstehenden Konzepte bekannt sowie die Innovationen,die vor der Einführung stehen."


    Schau weiter Galileo, das macht auch mein Sohn immer, und wenn er nicht weiter weiss oder keine logischen Zusammenhänge erkennen kann, wendet er sich an mich.
    Und holt sich immer häufiger eine Abfuhr bei mir, mittlerweile habe ich es ihm verboten Galileo zu schauen.

    Deshlab, das was ein Pferd versteht, versteht nur ein Pferd. Lass Pferdes Sache, Pferdes sache sein, oder bist du auch ein Pferdeflüsterer, wie ich ein Techniker in der Energiebranche ?

    Der Pferdelüsterer denkt auch alles über Pferde zu wissen, aber selbst der muß wie du selbst schon richtig festgestellt hast .......





    Und, seid ihr euch sicher(er) wer ich nun bin ?



  • Wenn du in dieser Branche arbeitest,dann sind dir ja die anstehenden Konzepte bekannt sowie die Innovationen,die vor der Einführung stehen.
    Gegen Pferde und andere Lebewesen habe ich nichts.Sie sind von der Natur mit extrem fortschrittlichen Fähigkeiten ausgestattet worden.Die Bandbreite dieser Fähigkeiten ist bisher nur zum Teil verstanden worden.

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