USA-Besuch
Westerwelles Fenster der Gelegenheiten

Es ist der erste USA-Besuch von Guido Westerwelle in seiner Funktion als deutscher Außenminister. Entsprechend staatstragend gibt sich der FDP-Politiker beim Vortragen seiner Politikziele. Dabei versuchte er, nicht nur bei sicherheitspolitischen Themen zu punkten.
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HB WASHINGTON. „Wir haben jetzt ein Fenster der Gelegenheiten für Abrüstungspolitik“, sagte er am Donnerstag bei seinem Antrittsbesuch in Washington. Es werde sich in den nächsten eineinhalb Jahren entscheiden, „ob wir ein Jahrzehnt der Abrüstung oder der Aufrüstung bekommen werden“.

Westerwelle unterstützte ausdrücklich die Initiative von US-Präsident Barack Obama, der sich im April für eine atomwaffenfreie Welt ausgesprochen hatte. Die Bundesregierung wolle „sie nicht nur mit Worten unterstützen, sondern auch mit Taten“, sagte der FDP-Chef mit Blick auf die rund 20 US-Atomwaffen, die noch in Deutschland stationiert sind.

Der FDP-Chef setzte sich in Washington auch für den Erhalt der Arbeitsplätze bei Opel ein. Den US-Mutterkonzern forderte er auf, nach seiner überraschenden Kehrtwende im Poker um die Zukunft des Autobauers die staatlichen Hilfen zurückzuzahlen.

Westerwelle traf im Kapitol zunächst wichtige US-Senatoren und wollte am Nachmittag mit seiner Kollegin Hillary Clinton zu einem Gespräch zusammenkommen. Zu seinen Hauptanliegen bei dem eintägigen Kurzbesuch zählte der Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland. Bereits im Wahlkampf hatte er gefordert, dass Deutschland in vier Jahren frei von den relikten Kalten Krieges sein soll.

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