International
USA bringt bulgarisches Uran nach Russland

Ein internationales Team von Atomexperten haben aus einem schlecht gesicherten Atomreaktor in Bulgarien unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen nach Russland gebracht.

HB WASHINGTON/SOFIA. Das Spaltmaterial sowjetischer Herkunft sei am Dienstag vom bulgarischen Flughafen Gorna Orjachowiza in einer russisch-amerikanischen Geheimaktion nach Russland geflogen worden, bestätigte die staatliche Atombehörde in Sofia am Mittwoch. Nach Berichten von US-Zeitungen sollte mit dem Abtransport verhindert werden, dass das Spaltmaterial in die Hände von Terroristen fällt. Die fast 17 Kilo Uran hätten beinahe ausgereicht, eine kleine Atombombe zu bauen.

Das Spaltmaterial aus einem 1989 geschlossenen Forschungsreaktor in Sofia sei nach Dimitrowgrad bei Uljanowsk an der Wolga geflogen worden, berichtete die „Washington Post“ (Mittwoch). Dort solle es in einer modernisierten Anlage zu Brennstoff für Kernkraftwerke verarbeitet werden. An der Aktion seien außer den USA auch Russland, Bulgarien und die Internationale Atomenergie-Organisation beteiligt gewesen. Die US-Regierung habe die 400 000 Dollar teure Operation finanziert.

Mit ähnlichen Unternehmungen wurde waffenfähiges Uran bereits im August 2002 aus Serbien und vor drei Monaten aus Rumänien in Sicherheit gebracht. Das US-Energieministerium plant den Presseberichten zufolge, bis Ende 2005 alle Vorräte von hochangereichertem Uran sowjetischer Herkunft aus dem Ausland nach Russland zurückzubringen. Das Außenministerium habe nach der Aktion in Serbien eine Liste von 24 veralteten und schlecht gesicherten Reaktoren aufgestellt, die waffenfähiges Uran verwendeten.

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