USA erhöhen Kopfgeld für Irak-Extremisten Al-Sarkaui
Irakischer Ministeriumsvertreter überlebt Anschlag

Ein ranghoher Vertreter des irakischen Finanzministeriums Ihsan Karim ist am Donnerstag bei einem Bombenanschlag auf seinen Konvoi verletzt worden. Zwei seiner Begleiter kamen ums Leben. Das bestätigte eine Sprecherin des irakischen Innenministeriums.

HB BAGDAD. Die Aufständischen hätten eine Bombe in einem Fahrzeug seines Konvois deponiert. Sie sei auf der Fahrt durch die irakische Hauptstadt Bagdad explodiert.

Krankenhausvertreter bestätigten, dass Karim verletzt sei und wiesen Berichte zurück, er habe den Anschlag nicht überlebt. Zunächst hatte ein US-Soldat berichtet, der Anschlag habe vermutlich einem US-Konvoi gegolten. Die USA hatten am Montag die Macht im Irak formell an eine Übergangsregierung übertragen. Bereits vor der Machtübergabe hatte es eine Serie von Anschlägen auch auf designierte Regierungsmitglieder mit dem Ziel gegeben, die Lage im Irak weiter zu destabilisieren.

USA wollen weitere Reservisten einberufen

Um die Lage im Irak und in Afghanistan in den Griff zu bekommen, planen die USA die Einberufung von rund 4 000 weiteren Reservisten. Wann die Reservisten ihren Einberufungsbefehl erhalten würden, teilte die US-Armee am Mittwoch nicht mit. Sie hatte in dieser Woche bereits angekündigt, rund 6 000 Reservisten einzuberufen. Sie würden ihren Befehl ab dem 6. Juli erhalten und noch in diesem Jahr oder Anfang des kommenden Jahres im Rahmen der laufenden Truppen-Rotation in den Irak und nach Afghanistan verlegt. Ein Armeesprecher sagte, darüber hinaus könnten mehrere tausend zusätzliche Reservisten wieder in den aktiven Dienst gestellt werden, wenn die Lage dies erfordere. Die USA haben derzeit rund 140 000 Soldaten im Irak und 20 000 Soldaten in Afghanistan stationiert.

Kopfgeld für Moslem-Extremisten

Außerdem haben die USA die Belohnung für die Ergreifung des Moslem-Extremisten Abu Musab Al-Sarkaui auf 25 Mill. Dollar erhöht und damit mehr als verdoppelt. Al-Sarkaui wird für zahlreiche Anschläge und die Enthauptung ausländischer Geiseln im Irak verantwortlich gemacht und soll Verbindungen zur Al-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden haben.

„Die USA sind entschlossen, ihn (Al-Sarkaui) für seine Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen“, hieß es in einer Mitteilung auf der Internet-Seite des US-Außenministeriums vom Mittwoch. Die USA hatten im Oktober zunächst eine Belohnung von 5 Mill. Dollar (etwa 4,1 Mill. Euro) auf Al-Sarkaui ausgesetzt und diese dann im Februar auf 10 Mill. Dollar verdoppelt. Das US-Militär hat mehrfach Luftangriffe auf Häuser im Irak ausgeführt, in dem Anhänger von Al-Sarkaui vermutet wurden.

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