USA
Erneute Schießerei an Schule lässt Waffenlobby kalt

Erneut fallen Schüsse an einer Schule in den USA. Doch die Waffenlobby NRA will von schärferen Waffenkontrollen nichts wissen und kritisiert US-Vizepräsident Joe Biden und das Weiße Haus.
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New YorkDramatische Szenen an einer Schule im US-Staat Kalifornien: Nur wenige Wochen nach dem Massaker von Newtown hat ein Jugendlicher in der Union High School in der kleinen Ortschaft Taft um sich geschossen und einen Schüler und einen Lehrer verletzt. Nachdem die Polizei den 16-jährigen Schützen am Donnerstagmorgen (Ortszeit) binnen Minuten festgenommen hatte, stürmten Dutzende besorgte Eltern das Schulgelände und nahmen ihre Kinder in die Arme. Der neuerliche Vorfall ereignete sich just am Tag neuer Verhandlungen über die US-Waffengesetze, brachte die Schusswaffen-Lobby aber keineswegs zur Aufgabe ihrer Blockadehaltung.

Bei dem angeschossenen Schüler handelt es sich nach Polizeiangaben um einen Jugendlichen, der sich nach der Einlieferung ins Krankenhaus in kritischem, aber stabilem Zustand befindet. Sheriff Donny Youngblood sagte, der Täter sei in eine Klasse der High School in der Kleinstadt Taft gelaufen und habe den Teenager mit einer Schrotflinte angeschossen. Danach habe er auf einen zweiten Schüler gefeuert, diesen zum Glück aber verfehlt. Insgesamt habe der Schütze Munition für bis zu 20 Salven in seinen Taschen gehabt.

Ein Lehrer trug den Angaben zufolge eine Schusswunde am Kopf davon. Trotzdem habe der Mann versucht, mehr als zwei Dutzend Schüler durch einen Hinterausgang in Sicherheit zu bringen. Danach sei er mit einem anderen Schulangestellten zurückgekehrt und habe den Schützen in ein Gespräch verwickelt, um ihn abzulenken. Schließlich habe der Täter aufgegeben, sagte Sheriff Youngblood: "Sie haben ihn dazu überredet, die Waffe niederzulegen." Nach Angaben des Fernsehsenders 23ABC News suchten Polizisten die Schule anschließend Raum für Raum ab, um weitere Gefahren auszuschließen.

Vor dem Schulgebäude waren auf Fernsehbildern zahlreiche besorgte Eltern zu sehen, die bangend auf ihren Nachwuchs warteten. "Natürlich gerät man in Panik und befürchtet das Schlimmste", sagte die Mutter einer Viertklässlerin der Zeitung "Los Angeles Times". Sie musste nach eigenen Worten sofort an den Amoklauf von Newtown denken. "Ich bin einfach nur froh, dass es allen hier gut geht."

Die Ortschaft Taft liegt etwa 190 Kilometer nordwestlich der kalifornischen Metropole Los Angeles in einer ländlichen Gegend und hat knapp 10.000 Einwohner. An der betroffenen Taft Union High School werden 900 Schüler der Klassen 9 bis 12 unterrichtet. Wohl auch weil Taft so klein ist, trafen schon 60 Sekunden nach den ersten Berichten Polizisten am Ort des Geschehens ein. Örtlichen Medien zufolge wurden Klassen in benachbarten Schulen umgehend dazu angehalten, das Gebäudeinnere nicht zu verlassen.

Parallel zu dem Vorfall hielt US-Vizepräsident Joe Biden gerade in Washington eine Rede über Gewalt durch Schusswaffen in den USA. Die Debatte hatte nach dem jüngsten Massaker von Newtown wieder an Fahrt aufgenommen: Dort erschoss ein 20-Jähriger vor vier Wochen 26 Menschen in einer Grundschule, die meisten davon Kinder, und anschließend sich selbst. Der Amoklauf bewegte Präsident Barack Obama zu einer neuen Initiative gegen Schusswaffengewalt.

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Biden will Vorschläge zu Waffengesetzen am Dienstag vorlegen

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  • Und in Stuttgart gibt es REP-Kandidaten, die aus gutem Grund nur 1,5% Wählerstimmen erhalten.

    Mal ehrlich, Herr Melber: ihr Kommentar ist unangebracht, falsch und einfach nur dämlich.

    Waffenbesitz gehört reglementiert. Die USA müssen aus dieser privaten Aufrüstungsspirale herauskommen.

  • @Thomas-Melber-Stuttgart

    In Deutschland gibt es auch jedes Jahr eine ganze Menge Tote durch Schusswaffen. Hier bei uns sieht es nur so aus, dass die Verbrecher und Mörder sich bewaffnen und die anderen Menschen nur als Opfer oder Zielscheiben dienen dürfen. Da lob ich mir dann doch die USA. Da darf ich mich auch verteidigen. In Deutschland darf man sich nur erschießen lassen.

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