USA
Fed verschreckt Investoren

Der Plan von US-Notenbankchef Ben Bernanke, Staatsanleihen zu kaufen, schreckt die weltgrößten Anleiheinvestoren von Investitionen in Staatsbonds ab: Anleger bevorzugen zunehmend Hypothekenpapiere. Mit den Käufen im Volumen von 300 Mrd. Dollar will der Fed-Chef die Zinsen am Markt drücken.

NEW YORK. Der Plan von US-Notenbankchef Ben Bernanke, Staatsanleihen zu kaufen, schreckt die weltgrößten Anleiheinvestoren von Investitionen in Staatsbonds ab. Mit den Käufen im Volumen von 300 Mrd. Dollar will der Fed-Chef die Zinsen am Markt drücken - was ihm wohl gelingen dürfte.

Vermögensverwalter wie Pimco, eine Tochter der Allianz, verlagern ihre Investments jetzt in Hypothekenanleihen und Unternehmenspapiere, da diese sich im laufenden Quartal erstmals seit Mitte vergangenen Jahres besser entwickeln als US-Treasuries. Einer am 23. März veröffentlichten Umfrage von Ried, Thunberg & Co. zufolge haben Investoren mit einem Anlagevolumen von 1,19 Billionen Dollar ihre Positionen in US-Staatspapieren auf den niedrigsten Stand in diesem Jahr reduziert und im Gegenzug Hypothekenpapiere erworben. Während der Anteil der Staatsanleihen an den Portfolios von 37 Prozent in der Vorwoche auf 26 Prozent sank, legten Hypothekenpapiere von 23 Prozent auf 35 Prozent zu.

"Wir halten Treasuries für nicht sehr aufregend", sagt Barr Segal, geschäftsführender Direktor bei der TCW Group in Los Angeles. Bernanke wolle die Zinsen so niedrig halten, dass die Investoren "das tun, was wir gerade tun, nämlich in andere Wertpapiere strömen und so die Renditeaufschläge für riskantere Anleihen gegenüber Treasuries verringern", sagt er. Genau dieses Ziel hat die Fed ausgegeben.

Die Notenbank hatte angekündigt, Staatsanleihen sowie 750 Mrd. Dollar an Hypothekenanleihen der Emittenten Fannie Mae, Freddie Mac und Ginnie Mae zu kaufen.

Allein mit Zinssenkungen hat die Fed ihr Ziel bisher nicht erreicht. Obwohl sie die Leitzinsen auf bis zu Null Prozent reduziert hat, müssen Kunden für 30-jährige Hypotheken 2,17 Prozentpunkte mehr zahlen als die Rendite zehnjähriger Treasuries, geht aus Daten von Bankrate.com und Bloomberg hervor. Das sind 0,63 Prozentpunkte über dem Durchschnitt des vergangenen Jahrzehnts.

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