USA fürchten um Investitionssicherheit
Jukos-Affäre: Moskau weist US-Kritik zurück

Die russsiche Regierung weist die US-Kritik wegen der Verhaftung des früheren Jukos-Chefs Chodorkowski zurück. Zweifel an Moskaus Haltung zur Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit seien taktlos.

HB BERLIN. Die russische Regierung hat die Ermahnungen der USA im Zusammenhang mit der Affäre um den Ölkonzern Jukos zurückgewiesen. Die Äußerungen des US-Außenministeriums zur Rechtsstaatlichkeit und Marktwirtschaft in Russland seien "zumindest unwahr und taktlos". Das sagte der Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Jakowenko, am Samstag dem russischen Fernsehsender "Rossija". Es war die erste offizielle Reaktion aus Moskau auf die Kritik der US-Regierung.

Nach der Inhaftierung des Jukos-Chefs Michail Chodorkowski vor einer Woche hatte das US-Außenmministerium Russland am Freitag aufgefordert, rechtsstaatliche Grundsätze einzuhalten und für Investionssicherheit zu sorgen. Die Beschlagnahmung von rund 53 Prozent der Jukos-Aktien werfe "ernsthafte Fragen über die Rechtsstaatlichkeit" in Russland auf. Die russischen Behörden müssten "Bedenken ausräumen, dass der Fall Jukos politisch motiviert ist", hieß es. Washington wolle sicher sein, dass Chodorkowskis Inhaftierung keine Änderung in Russlands Haltung zur freien Marktwirtschaft bedeute.

Jukos-Chef Chodorkowski war am Samstag vor einer Woche festgenommen worden. Seitdem sitzt der frühere Jukos-Chef, der mit einem Privatvermögen von mehr als acht Milliarden Dollar als reichster Mann Russlands gilt, in Untersuchungshaft. Ihm werden Betrug, Urkundenfälschung und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Seine Steuerschuld soll sich auf umgerechnet eine Milliarde Dollar belaufen.

Beobachter werteten Chodorkowskis Verhaftung als Zeichen eines Machtkampfes zwischen der russischen Regierung und einflussreichen Geschäftsleuten.

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