USA hofften auf Zusammenarbeit mit irakischen Behörden
Rice will nicht mit Kidnappern verhandeln

Unbekannte haben im Irak ein US-Bürger entführt. Die Entführer verlangen nun Verhandlungen mit Washington über einen amerikanischen Truppenabzug. US-Außenministerin Condoleezza Rice bleibt jedoch hart.

HB BAGDAD/WASHINGTON. Rice schloss am Mittwoch Verhandlungen mit den Kidnappern des entführten US-Bürgers Jeffrey Ake aus. Die USA verhandelten nicht mit Terroristen, weil diese dadurch nur weiter ermutigt würden, sagte Rice am Mittwoch in Washington. Die USA hofften dennoch, in Zusammenarbeit mit den irakischen Behörden das Leben des Entführten zu retten.

Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira hatte zuvor Videoaufnahmen des entführten Amerikaners gezeigt. Darin bittet dieser die US-Regierung, mit den Geiselnehmern über einen Truppenabzug aus dem Irak zu verhandeln, um sein Leben zu retten. Der US-Fernsehsender CNN berichtete, die amerikanische Botschaft in Bagdad habe den Mann als Jeffrey Ake aus dem Bundesstaat Indiana identifiziert. Ake ist nach US-Presseberichten Geschäftsführer eines Unternehmens, das unter anderem Maschinen zur Abfüllung von Wasserflaschen herstellt und derzeit eine Anlage in Bagdad aufbaut. Der Mann sei am Montag in Bagdad entführt worden.

Bei einem Bombenanschlag auf eine Ölleitung in der nordirakischen Stadt Kirkuk sind am Mittwoch zwölf Menschen getötet worden. Irakische Sicherheitskräfte hatten nach Polizeiangaben einen Hinweis erhalten, dass Aufständische einen Sprengsatz unter der Pipeline im Norden der Stadt angebracht hatten. Als ein Expertenteam den Sprengsatz entschärfen wollte, explodierte dort eine zweite Bombe. Rund um Kirkuk liegen die größten Ölvorkommen des Iraks.

In der Hauptstadt wurden am Mittwoch ebenfalls mehrere Anschläge verübt. So explodierte im Osten der Hauptstadt ein Sprengsatz an einer Straße, als ein amerikanischer Versorgungskonvoi vorbeifuhr. Der mit Treibstoff gefüllte Tanklastwagen ging sofort in Flammen auf. Im Südwesten Bagdads wurde ein Autobombenanschlag auf einen amerikanischer Militärkonvoi verübt, der sich an einer Tankstelle befand. Eine weitere Autobombe explodierte auf der Zufahrtstraße zum Flughafen. Nach Augenzeugenberichten galt diese einem US-Zivilkonvoi, der Passagiere zum Terminal bringen sollte. Mindestens acht Wagen gingen in Flammen auf. Es soll Verletzte gegeben haben.

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