USA-Marine kündigt Vergeltung an
In Falludscha Getötete waren Ex-Soldaten

Bei den US-Bürgern, deren Leichen geschändet wurden, handelt es sich um ehemalige Soldaten. Sie arbeiteten in Irak für einen Sicherheitsdienst.

HB BERLIN. Drei der vier am Mittwoch bei der irakischen Stadt Falludscha getöteten US-Soldaten waren früher Angehörige der Armee. Dies berichteten US-Medien am Freitag. Einer von ihnen gehörte einer Eliteeinheit an, ein zweiter war Übersetzer und der dritte war für seinen Einsatz in Afghanistan ausgezeichnet worden.

Zuletzt waren die früheren Soldaten Angestellte der Firma Blackwater Security Consulting, die in Irak die Lebensmittelkonvois sichern, Sprengsätze entschärfen und Leibwächter zum Schutz von US-Zivilverwalter Paul Bremer abstellen sollte.

Die Leichen der Männer waren von wütenden Irakern verstümmelt und aufgehängt worden. US-Vizeaußenminister Richard Armitage kündigte am Freitag Vergeltung an. Die Antwort der USA auf die Gräueltaten werde «für alle offensichtlich» sein, sagte er in Washington.

Die US-Marineinfanterie kündigte an, sie werde künftig keine Einzelheiten zu tödlichen Anschlägen im sunnitischen Dreieck mehr veröffentlichen. Dem Feind dürften keine Informationen gegeben werden, die ihm eine Einschätzung der Effektivität seiner Taktik und Vorgehensweise erlauben. Das sunnitische Dreieck um die Städte Falludscha und Ramadi ist eines der Zentren des militanten Widerstands gegen die US-Besatzung in Irak.

Unterdessen gehen die Angriffe auf US-Truppen und mit ihnen kooperierende Iraker weiter. Am Samstag wurden der Polizeichef der südlich von Bagdad gelegenen Stadt Mahmudija und sein Fahrer getötet.

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