USA
McCain lässt weitere Spitze gegen Trump los

US-Präsident Donald Trump und Senator John McCain machen aus ihrer gegenseitigen Abneigung kein Geheimnis. Nun hat Vietnamkriegsveteran McCain dem US-Präsidenten indirekt Drückebergerei vor dem Kriegsdienst vorgeworfen.
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Washington Der republikanische US-Senator und Vietnamkriegsveteran John McCain hat Präsident Donald Trump indirekt Drückebergerei vor dem Kriegsdienst vorgeworfen. In einem am Sonntag gesendeten Interview des Fernsehsenders C-Span sagte er, die damals in den USA geltende Wehrpflicht habe nur die ärmsten in Amerika zum Kriegsdienst in Vietnam herangezogen, während die „auf der höchsten Einkommensebene einen Arzt gefunden hatten, der ihnen einen Knochensporn attestieren würde“.

Trump ist damals fünf Mal vom Militärdienst zurückgestellt worden. In einem Attest hieß es, er habe Knochensporne in seinen Füßen. Trumps Wahlkampfteam hatte im vergangenen Jahr erklärt, es habe sich um ein vorübergehendes Gesundheitsproblem gehandelt.

Die beiden Republikaner stehen sich in zunehmend öffentlich erklärter Abneigung gegenüber. Trump hatte 2015 erklärt, er betrachte den früheren Marinepiloten McCain nicht als Kriegshelden, der 1967 über Nordvietnam abgeschossen wurde und fünfeinhalb Jahre in nordvietnamesischer Gefangenschaft aushalten musste. Er schätze Leute, die sich nicht gefangen nehmen lassen, sagte Trump damals.

McCain hat seit Trumps Amtsantritt mehrmals dessen Politik hart kritisiert. Vergangene Woche rügte er die Außenpolitik unter Trump als „halb garen, unechten Nationalismus“, was den Präsidenten zur Erwiderung veranlasste, er werde das nicht auf sich sitzen lassen und seine Reaktion „wird nicht nett sein“. Dann folgende Vorhaltungen Trumps wegen McCains Verweigerung gegenüber der von ihm angestrebten Gesundheitsreform erwiderte der Senator so: „Ich habe es mit härteren Gegnern zu tun gehabt“.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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