USA müssen „feindlichen Kämpfer“ aus Haft entlassen
Freiheit für Al-Marri

Ali Saleh Kahlah al-Marri ist der letzte noch in den USA als „feindlicher Kämpfer“ eingestufte Militär-Gefangene. Nun muss auch er freigelassen werden.

HB WASHINGTON. Ein US-Berufungsgericht entschied am Montag, dass al-Marri nicht auf unbegrenzte Zeit in den Vereinigten Staaten festgehalten werden dürfe. Die US-Regierung verfüge über keinen Beweis, der die Einstufung des Katarers als so genannter feindlicher Kämpfer rechtfertige. Al-Marri wird seit etwa vier Jahren ohne Anklage auf einem Marinestützpunkt im US-Bundesstaat South Carolina gefangen gehalten. Er soll Mitglied der Extremisten-Organisation Al-Kaida sein.

Die Entscheidung des Gerichts ist ein herber Rückschlag für US-Präsident George W. Bush. Im Rahmen seines nach den Anschlägen vom 11. September ausgerufenen „Kriegs gegen den Terror“ führte die Regierung die Bezeichnung „feindlicher Kämpfer“ ein, um Terror-Verdächtige auf unbestimmte Zeit ohne Anklage festhalten zu können. Da dieser Status aber im Falle Al-Marris nicht zutreffe, müsse das Verteidigungsministerium seine Freilassung veranlassen, entschied nun das Gericht. „In den USA darf das Militär keine Zivilisten festnehmen und einsperren, und schon gar nicht auf unbestimmte Zeit.“

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