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USA: Murdoch twittert gegen Romney

Der Medien-Mogul äußert via Twitter Kritik an seinem Wunschkandidaten für das Weiße Haus. Mitt Romney muss laut Murdoch seine Wahlkämpfer austauschen. Der Republikaner zeigte sich über die Kritik gar nicht begeistert.

Der Kandidat der Republikaner, Mitt Romney, erhielt für seinen Wahlkampf via Twitter eine Rüge von Rupert Murdoch. Quelle: Reuters
Der Kandidat der Republikaner, Mitt Romney, erhielt für seinen Wahlkampf via Twitter eine Rüge von Rupert Murdoch. Quelle: Reuters

New YorkWenn US-Manager Wahlkampfhilfe betreiben, läuft das eigentlich so ab: Sie sagen etwas Nettes über den Kandidaten, den sie im nächsten Jahr im Weißen Haus sehen wollen. Sie loben seine Fähigkeiten als Krisenmanager oder seine Wirtschaftskompetenz. Und sie sagen es im Fernsehen, auf Spendenveranstaltungen oder in Gastbeiträgen in der Zeitung. So war es bis gestern.

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Jetzt schlagen Rupert Murdoch und Jack Welch neue Wege ein: Der Medien-Mogul und die Managerlegende nutzen den Kurznachrichtendienst Twitter. Unverblümt ziehen sie über den republikanischen Herausforderer Mitt Romney her - obwohl sie ihn eigentlich anstelle Barack Obamas im Weißen Haus sehen wollen.

US-Wahl 2012

„Wann wird Romney endlich wie ein wahrer Herausforderer aussehen?“ ätzte Murdoch. Der Chef des krisengeschüttelten Medienkonzerns News Corp. kritisierte, Obamas republikanischer Herausforderer würde „offenbar bei allem auf Nummer sicher gehen“ und „keine Schlagzeilen produzieren, außer Lateinamerikaner zu verschrecken“.

Es ist der Alptraum eines jeden Pressesprechers: Der Chef zwitschert unverblümt und ohne den Segen des obersten Kommunikators seine Meinung in die Welt - kurz, auf den Punkt gebracht und unwiderrufbar. Schon seit einigen Monaten ist Murdoch dafür bekannt, seine Meinung über Twitter herauszuposaunen. Nun trifft es ausgerechnet Mitt Romney, der sich im Wahlkampf als Freund der Wirtschaft profilieren will.

Murdoch legte am Wochenende nach: „Habe Romney vergangene Woche getroffen“, zwitscherte er am Sonntag und warnte, dass Obamas hochprofessionelle Wahlkämpfer „schwer zu schlagen sein werden, wenn Romney nicht seine alten Freunde aus seinem Team wirft und wahre Profis einstellt“.

US-Wahlkampf Was Obama und Romney mit der Wirtschaft vorhaben

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Damit hat der Medien-Mogul, zu dessen Imperium unter anderem der konservative Fernsehsender Fox News gehört, wohl einen Nerv getroffen. Jack Welch, Managementlegende und früher Chef des Industriekonzerns General Electric, pflichtet ihm bei - natürlich auch über Twitter. „Ich hoffe, Mitt Romney hört auf Murdochs Rat zu seinem Wahlkampf-Team“, schreibt er.

Romneys Team ist sauer. Auch wenn bekannt ist, dass beide Top-Manager nicht gerade Obama-Fans sind - so hatten sie sich die Wahlkampfhilfe nicht vorgestellt. Das haben Romneys Leute Murdoch auch mitgeteilt. Am Montag ruderte der Medien-Zar zurück - auf seine Weise und nur ein wenig. „Natürlich will ich, dass Romney gewinnt“, bekräftigte er in einem Tweet. „Aber er sollte auf gute Ratschläge hören.“

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