USA
Obama für Nato-Erweiterung

US-Präsident Barack Obama plädiert trotz russischer Proteste für eine Ausweitung der Nato. Zwar wolle Washington seine Beziehungen zu Moskau verbessern. Doch die Nato müsse ein "klares Signal" an Länder senden, die beitreten wollen.

HB WASHINGTON. Es sollte klar werden"dass Länder, die NATO-Mitglied werden wollen, auch beitreten können", sagte Obama nach einem Treffen mit dem scheidenden Generalsekretär des Bündnisses, Jaap de Hoop Scheffer, im Weißen Haus. Moskau wehrt sich seit Jahren gegen eine weitere Ausdehnung der Allianz in Richtung Osten. Obama traf De Hoop Scheffer, um den Nato-Gipfel am 3. und 4. April in Straßburg, Baden-Baden und Kehl vorzubereiten.

Zugleich kündigte Obama an, spätestens beim Nato-Gipfel seine neue Afghanistan-Strategie vorzustellen. "Ich gehe davon aus, die überarbeitete Strategie zu Afghanistan mit den Partnern zu erörtern", sagte er. Die Nato müsse in Afghanistan stärker werden und ihre Kräfte besser koordinieren. De Hoop Scheffer räumte ein, "viele Dinge laufen nicht gut" in Afghanistan. Die neue US-Strategie sei für die Nato-Mitglieder sehr wichtig.

Bereits zuvor hatte Obama von seinen Militärs eine bessere Strategie in Afghanistan gefordert. Die USA benötigten "eine umfassendere, eine klarer fokussierte, eine diszipliniertere Strategie", sagte er am Dienstag. "Es ist wichtig für uns, dass wir in der Offensive bleiben und diese Terrororganisationen zerschlagen, wo immer sie sich befinden", sagte er bei einem Treffen mit dem australischen Ministerpräsidenten Kevin Rudd.

Führende US-Militärs warnen seit Monaten vor einem weiteren Erstarken der Talibankämpfer. Sieben Jahre nach der US-Invasion sei es den Taliban weitgehend gelungen, sich zu reorganisieren. Zugleich fordert Obama immer wieder ein stärkeres militärisches Engagement der Europäer.

Zudem hat Obama bereits angekündigt, weitere 17 000 US-Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Vor allem betont er immer wieder, es könne nicht länger geduldet werden, dass die Taliban sowie El-Kaida - Terroristen, die pakistanisch-afghanische Grenzregion weiter als Rückzugsgebiet nutzten. Allerdings hatte Obama kürzlich auch für eine Annäherung an moderate Talibankämpfer plädiert und eingeräumt, dass sich die USA in Afghanistan derzeit nicht auf der Siegerspur befänden.

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