USA
Obama nähert sich der Gesundheitsreform

Das US-Gesundheitssystem gilt allgemein als wenig vorbildlich. So wurden eine umfassende Reform eines der Wahlkampfthemen von Präsident Barack Obama. Die Umsetzung jedoch gestaltet sich zäh - aber es gibt Schritte in die richtige Richtung.

HB WASHINGTON. US-Präsident Barack Obama ist seinem Ziel einer umfassenden Gesundheitsreform einen kleinen Schritt näher gekommen. Die Krankenhausgesellschaften erklärten sich bereit, binnen zehn Jahren auf etwa 155 Mrd. Dollar (112 Mrd. Euro) Staatshilfe zu verzichten, wie Vizepräsident Joe Biden am Mittwoch in Washington bekanntgab. Mit dem freiwerdenden Geld könnte die Einführung einer Krankenversicherung für alle Amerikaner finanziert werden, eines der wichtigsten innenpolitischen Ziele Obamas.

"Die Reform kommt", sagte Biden vor Journalisten im Weißen Haus. "Wir waren noch nie so nah am Ziel wie heute. Wir müssen und werden die Reform bis Ende August verabschieden." Obamas komplexes, etwa eine Billion Dollar teures Vorhaben stößt bislang noch auf große Skepsis im Kongress. In der Kritik steht vor allem die geplante Einführung einer Steuer auf bestimmte Krankenversicherungsleistungen einiger Arbeitgeber.

Der amerikanische Staat versorgt derzeit mit Bundesprogrammen die Armen, Alten und Behinderten. Die Mehrheit aller US-Bürger ist privat versichert, aber fast 50 Mio. Menschen sind ganz ohne Versicherungsschutz.

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