USA
Obama schnürt Hilfspaket für den Mittelstand

Im Kampf gegen die Wirtschaftskrise will US-Präsident Barack Obama jetzt auch kleinen und mittleren Unternehmen mit einem Hilfsprogramm unter die Arme greifen. Dafür sind nach Informationen aus dem Weißen Haus 730 Mio. Dollar aus dem bereits verabschiedeten Konjunkturpaket geplant.

HB WASHINGTON. Das Geld soll in Form von Hilfen bei Zinsbelastungen und für staatliche Kreditbürgschaften fließen. Einzelheiten des Programms wollte Obama gemeinsam mit Finanzminister Timothy Geithner noch am Montag vorstellen.

Geplant sind dem Vernehmen nach auch weitere Maßnahmen zur Stärkung der Liquidität in der Kreditwirtschaft, da mittelständische Unternehmen über Schwierigkeiten klagen, an Kredite für Investitionen zu gelangen. Obamas Wirtschaftsberater Lawrence Summers bestätigte, dass eine Ankündigung vorbereitet werde. Einzelheiten nannte er jedoch nicht.

"Das ist ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung", sagte der Leiter der Mittelstandsabteilung in der US-Handelskammer, Giovanni Coratolo. Die geplanten Maßnahmen würden die Banken veranlassen, wieder mehr Kredite für den Mittelstand bereitzustellen. "Viele kleine Unternehmen werden davon profitieren." Etwa 70 Prozent der Arbeitnehmer in den USA sind Schätzungen zufolge bei Klein- und Mittelbetrieben beschäftigt.

Notenbankchef Ben Bernanke hält unterdessen eine Überwindung der Rezession bereits in diesem Jahr für möglich. Voraussetzung sei die Stabilisierung des Bankensystems, sagte Bernanke am Sonntagabend dem Fernsehsender CBS.

"Wir haben einen Plan", erklärte der Notenbankpräsident. "Wir arbeiten daran. Und ich denke, dass wir dies stabilisiert bekommen, und dass wir wahrscheinlich in diesem Jahr erleben werden, dass die Rezession zu einem Ende gelangt." Entscheidend sei, dass die Banken wieder den Kreditfluss in Gang brächten.

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