USA spenden 100 000 Dollar
Lage in Nordkorea weiter dramatisch

Die USA wollen Nordkorea nach dem schweren Eisenbahnunglück finanzielle Hilfe in Höhe von 100 000 Dollar leisten. Unterdessen warten die Schwerverletzten auch fünf Tage nach der Bahnkatastrophe weiter vergeblich auf dringend benötigte medizinische Hilfe.

HB WASHINGTON/PEKING. Die „traurige“ Lage der schwerverletzten Nordkoreaner in den Krankenhäusern ohne Medikamente und angemesse Behandlung habe sich bislang nicht geändert, schilderte der Regionaldirektor des Welternährungsprogramms (WFP) für Asien, Tony Banbury, nach der Rückkehr von Besuchen in einem Hospital und im Unglücksort Ryongchon am Dienstag in Peking.

Benötigte Medikamente, Verbandsstoffe, Infusionsmittel und andere medizinische Hilfsgüter hätten die 350 teils schwer Verletzten in der Grenzstadt Sinuiju bis Dienstag nicht erreicht. Seit seinem Besuch am Sonntag in dem größten Hospital, wo die Patienten nur „rudimentäre Behandlung“ fänden, „hat sich die Situation nicht verändert“, berichtete Banbury unter Hinweis auf Informationen eines Mitarbeiters, der das Krankenhaus am Dienstag erneut besucht habe.

Nach diesen Angaben haben Krankenhäuser direkt nach der Katastrophe zunächst mehr als 500 Verletzte aufgenommen, von denen am Dienstag noch 350 in den Hospitälern lagen. Durch die verheerende Explosion bei dem Rangierunglück am Donnerstag hätten sie schwere Gesichts- und Augenverletzungen, Verbrennungen unter anderem durch Chemikalien, aber auch Brüche erlitten. Opfer hätten zudem Gliedmaßen verloren. Mindestens 161 Menschen sind ums Leben gekommen.

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