USA
Juristisches Schachspiel um Donald Trumps Einreiseverbot

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Tech-Firmen und Sportler mischen sich in Einreise-Diskussion ein

Daneben haben sich Vertreter von 97 Technikfirmen in die Diskussion eingemischt. Angeführt von Branchen-Schwergewichten wie Apple, Google, Facebook und Microsoft erklärten sie, ihr Personal werde durch den Bann massiv beeinträchtigt. Die Anwälte der Bundesstaaten hatten zuvor argumentiert, Familien würden auseinandergerissen, junge Leute am Studieren gehindert und Unternehmen geschädigt.

Unter den Firmen sind auch Ebay, Intel, Netflix, Twitter und der Snapchat-Betreiber Snap. Auf die Möglichkeit einer breiteren Koalition weit über die Grenzen des Silicon Valley hinaus deutet die Teilnahme der Jeans-Firma Levi Strauss und des Joghurt-Herstellers Chobani hin. Zugleich fehlen einige prominente Namen aus der Tech-Branche wie Amazon, IBM, Oracle, Yahoo oder Tesla.

Auch aus der Sport-Welt kam Widerstand gegen Trumps Politik. So kündigte der frischgebackene Super-Bowl-Sieger und Patriots-Spieler Martellus Bennett an, seine Mannschaft nicht zur Ehrung ins Weiße Haus zu begleiten. Traditionell wird das Gewinnerteam des Finales der American-Football-Liga dort vom Präsidenten empfangen.

Trump selbst kämpfte am Montag um seine Reputation. Er fühlte sich genötigt deutlich zu machen, dass er weiter die Fäden im Weißen Haus in der Hand hält. „Ich treffe meine eigenen Entscheidungen, meistens auf der Grundlage von Datenmaterial“, schrieb er.

Mehrere Medien, darunter das „Time“-Magazin, hatten unterstellt, dass Trump zur Marionette seiner Berater - vor allem des rechtsgerichteten Medienmanagers Stephen Bannon und des rechtskonservativen Politikberaters Stephen Miller - geworden ist.

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Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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