USA und China

Nichtangriffspakt für den Cyberspace

Der Krieg wird längst auch im Internet geführt. Hier kämpfen die Weltmächte um die virtuelle Vorherrschaft. Die USA und China wollen nun ein Kontrollabkommen für virtuelle Angriffe vereinbaren.
Im Netz wollen die USA und China sich nicht mehr attackieren. Quelle: dpa
Gemeinsam statt gegeneinander?

Im Netz wollen die USA und China sich nicht mehr attackieren.

(Foto: dpa)

Washington, PekingSie sind schon lange keine Feinde mehr, aber echte Freunde sind sie nicht geworden: Das Verhältnis zwischen den USA und China ist kompliziert, es ist geprägt von einer geopolitischen Rivalität und wechselseitigem Misstrauen – das in jüngster Zeit allerdings hochproduktiv ist.

Vor einem halben Jahr einigten sich US-Präsident Barack Obama und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping auf einen Klimaschutzpakt. Diese Woche werden sie wohl nachlegen – mit einer Übereinkunft, die es in dieser Form noch nie gegeben hat. Amerika und China wollen erstmals ein Kontrollabkommen für Cyberwaffen schließen.

Xi wird am Dienstag zu seinem ersten Staatsbesuch in den USA erwartet. Seine erste Station ist Seattle, unter anderem will er den Flugzeugbauer Boeing besuchen. Am Donnerstag wird Xi dann nach Washington reisen, wo ihn Obama mit militärischen Ehren im Weißen Haus empfangen und ein Staatsbankett für ihn abhalten wird.

Der unglaubliche Rohstoffhunger Chinas
Platz 16: Gas
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Das Land der Mitte ist noch immer für seinen Rohstoffhunger berüchtigt, denn das enorme Wachstum Chinas braucht Futter. So auch Gas. China verbraucht allein sechs Prozent des natürlichen Gasvorkommens der Welt.

Quelle: World Economic Forum

Platz 15: Palmöl
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China verbraucht zehn Prozent des weltweiten Palmölaufkommens. Palmöl ist ein Pflanzenöl, das aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen wird. In Asien wird häufig zum Braten von Speisen verwendet, ähnlich wie hierzulange Sonnenblumenöl.

Platz 14: Zucker
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China verbraucht ebenfalls zehn Prozent des weltweit konsumierten Zuckers.

Platz 13: Öl
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Am Ölverbrauch hat China fast überraschend wenig Anteil: Zwölf Prozent des Verbrauchs gehen auf Rechnung des Riesenreichs. Dennoch: Wenn die Krise zuschlägt, könnte Chinas Schwäche für die Ölmärkte weltweit zum Verhängnis werden. Experten erwarten, dass die schwächere Nachfrage der Chinesen den Ölpreis um bis zu 40 Prozent drücken könnte.

Platz 12: Weizen
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Wo viele Menschen leben, muss auch viel Nahrung bereitgestellt werden. Chinas Anteil am Weizenverbrauch beträgt allein 17 Prozent. Entsprechend stark sind die Auswirkungen, falls der Weizenhunger der Chinesen durch die Wirtschaftsflaute gedrosselt wird.

Platz 11: Mais
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Ähnlich sieht es mit Mais aus. Hier gehen 22 Prozent des weltweiten Verbrauchs auf Chinas Kosten.

Platz 10: Gold
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Etwas mehr ist es bei einem wertvollen Rohstoff: 23 Prozent des weltweiten Verbrauchs geht auf Chinas Konto. Bereits heute wirkt sich die schwächelnde chinesische Goldnachfrage auf den Preis des Edelmetalls aus.

Die Feierlichkeiten bilden den Rahmen für bilaterale Konsultationen, bei denen der Cyber-Nichtangriffspakt ganz oben auf der Agenda steht. Nach Informationen von US-Medien werden die Mächte einander versichern, in Friedenszeiten keine Hackerangriffe auf die vitale Infrastruktur der Gegenseite zu starten.

Das Abkommen folgt der Einsicht, dass Computer längt die Zerstörungskraft von Bombern und Marschflugkörpern erreicht, wenn nicht sogar übertroffen haben. Je stärker der Alltag digitalisiert und vernetzt wird, desto verletzlicher werden Gesellschaften. Angriffe auf Wasser- und Stromversorgung oder auf den Luftverkehr könnten verheerende Folgen haben.

Cyberattacken auf Wirtschaftsunternehmen wird das Abkommen zunächst wohl nicht erfassen, das Thema ist politisch aufgeladen. Washington will Beweise dafür haben, dass Hacker aus dem chinesischen Sicherheitsapparat Geheimnisse von US-Firmen stehlen, um der heimischen Wirtschaft zu helfen. Die Amerikaner verdächtigen China zudem, persönliche Daten von US-Regierungsmitarbeitern gestohlen zu haben. Peking weist das zurück.

Ein Schnellzug als Gastgeschenk
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