USA und China sind Hauptsünder
EU will USA zum Energiesparen drängen

Die Europäische Union (EU) hat angekündigt, die USA bei Treffen der reichsten Industriestaaten in zwei Wochen zum Energiesparen zu drängen. Zudem verlangt die EU von den Öl fördernden Ländern, ihre Produktion zu erhöhen.

HB MANCHESTER. Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker, der auch Vorsitzender der Euro-Finanzminister ist, sagte bei einer Konferenz mit seinen EU-Kollegen am Samstag im britischen Manchester: „Wir werden unsere G-7-Treffen in Washington in zwei Wochen nutzen, um mit unseren amerikanischen Kollegen in der Sache Klartext zu reden.“ Der deutsche Finanzstaatssekretär Caio Koch-Weser nannte neben den USA auch China als „Hauptsünder“ mit besonders hohem Energieverbrauch. In einer Erklärung lehnten die 25 EU-Finanzminister am Samstag „verzerrende haushaltspolitische oder andere politische Maßnahmen“ ab, um hohe Ölpreise auszugleichen. Hilfen für ärmere Menschen dürften den Markt ebenfalls nicht verzerren.

Anders als bei früheren Ölpreisschocks wollen die Europäer in diesem Jahr an einem Strang ziehen und Alleingänge einzelner Länder vermeiden. Koch-Weser rief dazu auf, kritisch das Vorgehen der einzelnen EU-Staaten zu beobachten. Besorgt äußerte sich Koch-Weser darüber, dass Polen die Mineralölsteuer bis Ende des Jahres senken will. Der Ölpreis werde dauerhaft bei mindestens 60 Dollar je Barrel (159 Liter) liegen. Bei solchen Preisen sei es verfehlt, die Nachfrage anzukurbeln. Stattdessen müsse Energie effizienter genutzt und alternative Energiequellen genutzt werden.

Seite 1:

EU will USA zum Energiesparen drängen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%